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Archiv

E-Books: Bescheidener Umweltvorteil
pld. E-Books mögen praktisch sein, doch ökologisch ist ihr Vorteil gegenüber dem herkömmlichen Buch aus Papier und Karton bescheiden. Das zeigt jetzt eine Studie der Boise State University in den USA für das Beispiel von Schulbüchern. Die Wissenschaftler verglichen die beiden Medien in einer Lebenszyklusanalyse. Demnach senken E-Books den CO2-Ausstoss um nur 15 Prozent. Einbezogen wurden unter anderem die Herstellung und der Betrieb der Lesegeräte, ausserdem die Weitergaben von klassischen Lehrbüchern an andere Studierende.
(12.06.2013)

 

Coop lanciert rezyklierbare Papiertasche aus Altpapier
pld. Die heute in der Schweiz erhältlichen Papiertragtaschen sind üblicherweise aus Neufasern hergestellt. Zudem werden sie mit Chemikalien ausgerüstet, damit sie beim Nasswerden durch Regenfall nicht reissen. Diese Behandlung verhindert allerdings, dass die Papiertaschen anschliessend rezykliert werden können. Coop hat nun eine Tragtasche entwickelt, die zu 85 Prozent aus Altpapier besteht; nur der Griff ist aus besonders reissfestem FSC-Zellstoff hergestellt. Zudem können defekte Tragtaschen ins Altpapier gegeben werden, weil sie rezyklierbar sind. Der FUPS begrüsst die Umstellung der jährlich 30 Millionen von Coop verkauften Papiertragtaschen. Gleichzeitig fordert der Verein die Konsumentinnen und Konsumenten auf, möglichst keine Papiertragtaschen zu benutzen, sondern die Einkäufe in langlebigen Mehrwegtaschen aus Stoff oder Recycling-PET nach Hause zu transportieren.
(10.05.2013)

 

Workshop zu Umweltschutz in Druckereien
pd. Produktionsintegrierter Umweltschutz ist eine gefragte Strategie für Druckereien, die kosteneffizient und umweltgerecht produzieren wollen. Ein verringerter Ressourcenverbrauch und weniger Umweltbelastung erhöhen die langfristigen Aussichten der Druckerei und die Lebensqualität nachfolgender Generationen. Am Donnerstag, 16. Mai 2013, laden Öbu – Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften, und der Verband der Schweizer Druckindustrie (VSD) zum Proofit-Apéro ein. Programm und Anmeldung: www.proofit.ch > Agenda > Nachhaltigkeit
(16.04.2013)

 

Energie-Plantagen werden zur Gefahr
pld. In der Klimadiskussion haben erneuerbare Energien die Nase vorn. Damit wächst der Bedarf nach Holz und anderen Faserstoffen. Der Bericht «Tree plantations in the South to generate Energy in the North» der Organisation World Rainforest Movement zeigt nun auf, dass für diesen Zweck auf der Südhalbkugel grosse Flächen mit Monokulturen belegt werden – eine neue Form des Landgrabbings mit katastrophalen ökologischen und sozialen Folgen. Schon heute sind im Süden 60 Millionen Hektaren Land – die 15-fache Fläche der Schweiz – durch industrielle Plantagen bedeckt. der Bericht ist auch in Französisch, Spanisch und Portugiesisch erhältlich. Direkter Link
(07.04.2013)

 

Holzdeklaration mangelhaft
pld. Seit einem Jahr gilt in der Schweiz die Deklarationspflicht für Holz und Holzprodukte. Wie das Büro für Konsumentenfragen mitteilt, wird die Holzart in 91 Prozent der untersuchten Fälle genannt. Mangelhaft ist hingegen die Herkunftsdeklaration, die nur in 57 Prozent der Fälle vorgefunden wurde. Direkter Link
(06.03.2013)

 

Wettbewerb zu Büro und Umwelt
pld. «Wer hat das umweltfreundlichste Büro Deutschlands?», fragt der Bundesdeutsche Arbeitskreis für umweltbewusstes Management e.V. (B.A.U.M) und schreibt erneut seinen Wettbewerb zum Thema aus. Der Preis wird in vier Kategorien verliehen, der Hauptpreisträger erhält jeweils 100'000 Blatt Recyclingpapier und wird öffentlich für sein vorbildliches Verhalten gelobt. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2013. www.buero-und-umwelt.de
(01.03.2013)

 

Ratgeber: Jetzt auch französisch und italienisch
pld. Der Ratgeber «Papier – Wald und Klima schützen» liegt jetzt auch in einer französischen und italienischen Übersetzung und Adaption vor. Der FUPS konnte die beiden PDF mit Unterstützung des Bundesamts für Umwelt, des Migros Genossenschafts-Bunds, der Loterie Romande und der Umweltämter der Westschweizer Kantone produzieren. Die Ratgeber können elektronisch kostenlos heruntergeladen werden. Links: Papier – Wald und Klima schützen, Papier – Protéger la forêt et le clima und Carta – Proteggere le foreste et il clima.
(20.02.2013)

 

APP-Konzern gibt Urwaldrodung auf
pld. Asiens grösster Papierhersteller Asia Pulp and Paper (APP) wird ab sofort den Einschlag in den letzten Regenwäldern Indonesiens einstellen. Das verkündete der globale Konzern heute in Jakarta. Seit drei Jahren forderten Umweltverbände wie Greenpeace mit einer internationalen Kampagne den Konzern APP auf, die Regenwaldzerstörung zu beenden. Dabei hatte Greenpeace zahlreiche Unternehmen wie Nestlé, Unilever und Mattel davon überzeugen können, den Einkauf von APP-Papier auszusetzen.
(05.02.2013)

 

FSC-Nachfrage bei Migros steigt
sa. Die Umsatzzahlen der Migros von 2012 zeigen eine Zunahme von 0,7 Prozent auf 25,03 Milliarden Franken. Grossen Anklang fanden Produkte mit nachhaltigem Mehrwert. Besonders gut liefen die Artikel mit dem FSC-Label, deren Nachfrage um 19,2 Prozent anstieg. «Das erfreuliche Plus wurde hauptsächlich auf dem bestehenden Sortiment bei Micasa und Do it + Garden realisiert, aber auch durch die FSC-Umstellung bei den Milette-Windeln», so die Migros-Sprecherin Monika Weibel auf Anfrage.
(28.01.2013)

 

FUPS-Ratgeber Papier erschienen
pd. Pro Kopf verbraucht hierzulande jede Person pro Jahr über 200 Kilogramm Papier. Was dieser enorme Verbrauch bedeutet, zeigt der neue Ratgeber «Papier – Wald und Klima schützen», den der Förderverein für umweltverträgliche Papiere und Büroökologie Schweiz (FUPS) in Zusammenarbeit mit seiner deutschen Partnerorganisation in einer Gesamtauflage von 410'000 Exemplaren im ganzen deutschsprachigen Raum publiziert hat. Der Ratgeber erläutert Hintergründe der Papierherstellung, sensibilisiert für die Zerstörung der Wälder zur Papierholzgewinnung, zeigt auf, wie sich Neufaser- und Recyclingpapiere unterscheiden und gibt Tipps, wie man seinen Papierverbrauch reduzieren kann. Bestellung: Gedruckte Fassung (nur deutsch) kostenlos gegen ein adressiertes und frankiertes Couvert C5. Download PDF
(18.12.2012)

 

Jack Wolfskin: Preis für Recyclingpapier
pd. Der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin erhält im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitspreises den diesjährigen Sonderpreis Recyclingpapier. Die unter der Patenschaft von Steinbeis Papier verliehene Auszeichnung wird für den konsequenten Einsatz von Recyclingpapier vergeben: Das Unternehmen druckt insbesondere den zweimal jährlich erscheinenden Katalog in einer Auflage von 1,6 Millionen Exemplaren auf Papier mit dem Blauen Engel.
(10.12.2012)

 

Tropenholz in Kinderbüchern
mr. Laut einer Studie von WWF Deutschland wird noch immer für Kinderbücher Holz in bedrohten Regenwäldern gerodet. Von 79 untersuchten deutschen Kinderbüchern enthielten fast 30 Prozent erhebliche Mengen Tropenholz. Bei 22 Büchern wurden in Deckeln oder Seiten entsprechende Fasern nachgewiesen. Einzelne Bücher hatten sogar einen Tropenholzanteil von bis zu 53 Prozent. Nach WWF-Angaben lassen deutsche Verlage Kinderbücher aus Kostengründen zunehmend in Asien produzieren. So sei China mittlerweile einer der wichtigsten Buchlieferanten. Die dafür benötigten Zellstoffe importiere China zum grössten Teil aus Indonesien. Dort werden laut WWF riesige Urwaldflächen illegal für die deutsche Papierproduktion abgeholzt. Link zur Studie
(03.12.2012)

 

Aus für umstrittene Inkjet-Zeitung
pld. Nach nur einem Jahr stellt die Post den Vertrieb der personalisierten Tageszeitung «Mynewspaper» ein, weil zu wenig Abos bestellt wurden. Die Kundschaft konnte aus verschiedenen Tages- und Wochentiteln eine individuelle Zeitung zusammenstellen und diese digital oder als Print abonnieren. «Papier & Umwelt» kritisierte im Heft 4-2011, dass der Druck von «Mynewspaper» mit der Inkjet-Technologie erfolgt. Gelangen grosse Mengen so bedruckter Zeitungen ins Altpapier, löst sich die Farbe im Pulper auf. Die Fasern verfärben sich und lassen sich nicht rezyklieren.
(01.12.2012)

 

Konferenz zu ICT und Nachhaltigkeit
pld. Wie kann die Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) dafür genutzt werden, die Welt nachhaltiger zu machen? Die gemäss Veranstaltern erste internationale Konferenz zum Thema ICT und Nachhaltigkeit vom Dienstag, 12. Februar bis Samstag, 16. Februar 2013, bringt Fachleute rund um energieeffiziente Soft- und Hardware sowie computergesteuerte Gebäude und Städte zusammen. Ebenfalls Themen an der Veranstaltung an der ETH Zürich sind die sozialen Aspekte einer nachhaltigen ICT. Den Schlusspunkt der Fachtagung, die unter anderem von den Bundesämtern für Raumentwicklung und für Kommunikation unterstützt werden, bildet ein Workshop am 16. Februar zum Thema «Nachhaltige Entwicklung und Informationsgesellschaft». www.ict4s.org
(27.11.2012)

 

Rahmenvertrag Altpapier: Neue Meldestelle
Nachdem der neue Rahmenvertrag zur Finanzierung der Altpapiersammlung bereits seit Juni 2012 in Kraft ist, haben die Vertragspartner nun auch noch die neutrale Meldestelle für angeschlossene Verträge bestimmt. Die Meldestelle wird vom Sekretariat des Schweizerischen Verbandes für visuelle Kommunikation (VISCOM) geführt. Den Gemeinden wird empfohlen, der Meldestelle eine Kopie von neu abgeschlossenen Papierabnahmeverträgen zu senden, die auf dem neuen Rahmenvertrag basieren. Dies ist notwendig, damit sich die Gemeinden im Krisenfall auf die Abnahmeverpflichtung durch einen der Rahmenvertragspartner und den Mindestpreis berufen können. Im neuen Rahmenvertrag sind die Mindestpreise für Papier um fünf Franken pro Tonne höher als bisher. Meldestelle: info@viscom.ch Rahmenvertrag-Informationen
(12.11.2012)

 

Deutsche Städte setzen auf Recyclingpapier
Zum dritten Mal in Folge ist Bonn Spitze beim deutschen Städtewettbewerb um die höchste Recyclingpapierquote. Dank der Verwendung des Ökopapiers (18,8 Millionen Blatt pro Jahr) spart die Verwaltung jährlich 6,54 Millionen Liter Wasser, 1,3 Millionen Kilowattstunden Energie und 36 Tonnen CO2. Die eingesparte Menge Wasser entspricht dem Tagesverbrauch von über 50'000 Personen. Und mit der eingesparten Menge Strom können 380 Drei-Personen-Haushalte ein Jahr lang versorgt werden. www.papiernetz.de
(27.10.2012)

 

Workshops zu Green IT
pld. Wie lassen sich Büroarbeitsplätze umweltverträglicher gestalten? Welches Öko-Potenzial haben mobiles Arbeiten und Homeoffice? Swisscom und ÖBU laden am Mittwoch, 14. November 2012, in die Umwelt Arena nach Spreitenbach zu einem Proofit-Anlass. www.proofit.ch > Agenda
(24.09.2012)

 

Bundesrat lehnt Recyclingpapier ab
pld. 2007 führte die Schweizerische Bundesverwaltung das neue Corporate Design (CD Bund) ein. Bestandteil war auch, dass der Bund ausschliesslich Couverts aus Neufaserpapier verwendet. Der FUPS kritisierte damals diesen Entscheid heftig. Wie erst jetzt bekannt wird, brachte auch die Leitung der Koordinationsgruppe Ressourcen- und Umweltmanagement in der Bundesverwaltung (RUMBA) ein Wiedererwägungsgesuch für Recyclingcouverts ein. Dieses wurde vom Bundesrat aber abgelehnt, wie es im Zwischenbericht zu RUMBA heisst, den der Bundesrat eben publizierte. Angesichts der immer besseren Qualität der Recyclingpapiere und der nach wie vor deutlichen ökologischen Vorteile verlangt der FUPS aber, dass der Bundesrat auf seinen Entscheid von 2007 zurückkommt und Recyclingpapier im Briefverkehr den Vorzug gibt. Link zur offiziellen Meldung
(08.09.2012)

 

Umwelt Arena mit Antalis
pld. Heute Freitag wird in Spreitenbach die Umwelt Arena offiziell eröffnet. Über 90 Partner ermöglichen die insgesamt 25 Ausstellungen im neuen Kompetenzzentrum für Ökologie, darunter auch der Aargauer Papierhändler Antalis. Die Firma zeigt zum Thema Papierrecycling eine Ausstellung mit Infoständen, Schaufenstern und einem eigens angefertigten Papierbuch, mit dem Papier auf eindrückliche Weise erlebt werden kann. www.umweltarena.ch (24.08.2012)

 

Altpapier-Rahmenvertrag in Kraft
pld. Seit Anfang Juli gilt eine neue Version des Rahmenvertrags für die Übernahme des kommunalen Altpapiers. Die Mindesterlöse für Papier wurden um fünf Franken pro Tonne höher als bisher festgesetzt. Die Kommunalverbände empfehlen, einen Vertrag gemäss Rahmenvertrag bei normaler Marktlage auszuhandeln. Denn in einer Zeit mit Überangebot von Altpapier ist der Abnehmer nicht verpflichtet, einen Vertrag zu den Konditionen des Rahmenvertrages abzuschliessen. www.kommunale-infrastruktur.ch (22.08.2012)

 

Deutschland sucht den Recy-Star
pld. Die deutsche Initiative Pro Recyclingpapier lanciert die Kampagne «CEOs pro Recyclingpapier». In einem Appell ruft der Verein Verwaltungsräte und Geschäftsführer von Unternehmen dazu auf, persönlich Verantwortung für den Ressourcenschutz zu übernehmen und Ziele für die Nutzung von Recyclingpapier in ihrem Unternehmen zu definieren. Zu den ersten Vorreitern, die mit dem guten Beispiel vorausgehen, gehören die CEOs von Lufthansa, Hamburger Hafen, Hipp und Epson Deutschland. Link zur Kampagne (22.06.2012)

 

Papierkonsum 2011 rückläufig
pld. Der Branchenverband ZPK veröffentlicht die Zahlen zur Entwicklung der Schweizer Papier- und Kartonbranche im Jahr 2011. Auffällig ist, dass der Konsum innert eines Jahrs um 5,2 Prozent oder 12 Kilogramm zurückging. Ein wichtiger Grund dürften die sinkenden Stellenanzeigen in den Tageszeitungen sein. Für die Unternehmen war 2011 geprägt von tiefen Papier- und hohen Energie- und Rohstoffpreisen. Während die Fabrik Biberist ganz geschlossen wurde, lagerte die Cham Papier Group einen Teil der Produktion nach Italien aus. ZPK Jahresbericht PDF
(11.05.2012)

 

Basel-Stadt setzt auf Blauen Engel
pld. Die Verwaltung des Kantons Basel-Stadt beschafft Couverts und Kopierpapier, die noch umweltverträglicher sind als die bisherige Qualität. Bis anhin trugen die Couverts das Label FSC Recycled und waren aus 100 Prozent Altpapier hergestellt. Neu werden sie auch noch klimaneutral produziert. Das neue Recycling-Kopierpapier wird ohne Chlorbleiche und ohne optische Aufheller hergestellt, weshalb es den Blauen Engel tragen darf.
(02.04.2012)

 

Zu Hause bleiben und CO2 reduzieren
pld. Am 10. Mai 2012 findet der 3. Home Office Day statt. Ziel ist es, die Menschen zu motivieren, am 10. Mai und darüber hinaus öfter von zu Hause aus zu arbeiten. Denn wer regelmässig zu Hause arbeitet, verfügt nicht nur über eine bessere Work-Life-Balance, sondern tut auch etwas für die Umwelt, so die Organisatoren. Laut myclimate könnte der Pendlerverkehr um sieben Millionen Kilometer pro Woche reduziert werden, wenn 450'000 Arbeitnehmende in der Schweiz an einem Tag pro Woche zu Hause arbeiteten. Gleichzeitig könnten so pro Woche 1400 Tonnen CO2 eingespart werden. www.homeofficeday.ch
(28.3.2012)

 

Nachhaltige Medienproduktion
pld. Welche Trends der integrierten Berichterstattung zeichnen sich heute in der Unternehmenslandschaft Schweiz ab? Was sind die drei wichtigsten Erfolgskriterien eines guten Nachhaltigkeitsreportings? Welche Labels und Zertifikate sind zu beachten und was bedeuten sie? Was haben wir uns unter einer glaubhaften klimaneutralen Produktion von Druckerzeugnissen vorzustellen? Ein Proofit-Apéro der Öbu stellt am 26. April 2012 die neusten Entwicklungen vor. Link Proofit-Apéro
(29.2.2012)

 

30 Jahre FUPS – mit Infokampagne
pld. Seit 30 Jahren engagiert sich der FUPS für die nachhaltige Produktion und Anwendung von Papier. Der Verein feiert sein Jubiläum mit einer grossen Informationskampagne, die er gemeinsam mit dem «Forum für Ökologie und Papier» (FÖP) im ganzen deutschsprachigen Raum lancieren wird. Dabei kann der FUPS auf die Unterstützung diverser Behörden und Firmen zählen. Medienmitteilung FUPS Jubiläum
(9.2.2012)

 

Neuer Preis für Ecodesign
pld. Das deutsche Umweltbundesamt schreibt erstmals den «Bundespreis Ecodesign» aus. Unternehmen sowie Designerinnen und Designern wird mit diesem Wettbewerb eine Plattform geboten, Produkte und Ideen von herausragender ökologischer Leistung und gestalterischer Qualität zu präsentieren. Ein Teilnahmekriterium ist, dass das Produkt auf dem deutschen Markt erhältlich sein muss. Einsendeschluss ist 30. April 2012, die Preisverleihung wird im Herbst stattfinden.
www.bundespreis-ecodesign.de
(9.1.2012)

 

Jubiläumsspende
pld. 2012 wird der FUPS sein 30-jähriges Bestehen feiern. Dieses Jubiläum ist Anlass für den Verein, mehrere spezielle Aktivitäten zu lancieren. Mehr darüber erfahren Sie in der nächsten Ausgabe von «Papier & Umwelt», die im März 2012 erscheinen wird. Die besonderen Aktionen führen auch zu zusätzlichen Kosten. Wir danken Ihnen herzlich für eine Jubiläumsspende auf unser Postkonto 80-31900-3.
(22.12.2011)

 

Kahlschlag-Millionen: Bundesrat mauert
pld. In Sarawak/Malaysia ist seit Jahren eine dramatische Abholzung der tropischen Regenwälder im Gang. Einer der Hauptverantwortlichen ist der Regierungschef Taib Mahmud. Seine Familie hält Anteile an über 400 Unternehmen in 25 Staaten, wie Recherchen des Bruno Manser Fonds (BMF) ergeben haben. Allein die Beteiligung an 14 malayischen Unternehmen ist 1,4 Milliarden Dollar wert. In der nationalrätlichen Fragestunde von heute lehnte es Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf jedoch ab, darüber Auskunft zu geben, ob die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht  Vermögenswerte des Potentaten in der Schweiz gefunden habe. Somit ist zu befürchten, dass die lukrativen Gewinne und Schmiergelder aus der Abholzung des Regenwalds auch auf Schweizer Banken liegen. www.bmf.ch
(20.12.2011)

 

Kahlschlag in Cham
pld. Die Cham Paper Group baut in der Schweiz 220 Stellen ab. Die bisher dort hergestellten Zwischenprodukte sollen ab 2012 im norditalienischen Carmigagno produziert werden. 2013 dann sollen auch die Spezialpapiere für die Tabakindustrie – das wichtigste Standbein der Firma – in der Toskana produziert werden. Nach der Schliessung der Papierfabrik Biberist (550 Arbeitsplätze) und 40 Entlassungen bei der Papierfabrik Balsthal ist das bereits der dritte Aderlass der Schweizer Papierbranche im laufenden Jahr. (22.11.2011)

 

FUPS-Geschäftsleiterin im ZKB-Kundenmagazin
pld. Das «Zürcher Wirtschaftsmagazin», das Kundenmagazin der Zürcher Kantonalbank, thematisiert in seiner jüngsten Ausgabe auch die Frage der umweltverträglichen Verwendung von Papier. Dazu wird FUPS-Geschäftsleiterin Barbara Würmli interviewt. Im Gespräch macht sie deutlich, dass der Entscheid zu mehr Ökologie im Büro beim Firmenmanagement beginnen muss.
«Zürcher Wirtschaftsmagazin», Papier (pdf, 516 KB)
Hier gehts zur kompletten Ausgabe.
(24.10.2011)

 

Au/SG «Urwaldfreundliche Gemeinde 2011»
pld. Die Gemeinde Au/SG erhielt heute den erstmals verliehenen Preis «Urwaldfreundliche Gemeinde 2011». Die mit 5000 Franken dotierte Auszeichnung honoriert das vorbildliche Vorgehen der Rheintaler Gemeinde bei der nachhaltigen Beschaffung ihres Papier- und Holzbedarfs. So stellten die Behörden den Druck des Gemeindeanzeigers auf Recyclingpapier um. Ein anderer wichtiger Schritt ist der Verzicht, die Jahresrechnungen allen Haushaltungen in gedruckter Form zuzustellen – was Kosten und Umweltbelastung reduziert. Das Patronat des Wettbewerbs haben das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) und die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) inne.
Au/SG wird «Urwaldfreundliche Gemeinde 2011» (pdf, 24 KB)
(29.9.2011)

 

Apartiva schliesst per Ende 2011
pld. 35 Jahre lang verarbeitete die Apartiva AG, früher unter dem Namen ap-Werkstatt, in Kirchberg/SG Recyclingpapier zu Heften, Blocks und Schreibpapier. Ein Renner sind etwa die Bi-Face-Papiere, die beispielsweise auch Coop im Sortiment hat. Ende 2011 geben die Firmeninhaber Verena und Christoph Stoll ihren Betrieb altershalber auf. Viele Produkte und Dienstleistungen werden durch die Firma Ebner AG in Oberbüren/SG weitergeführt. www.apartiva.ch
(25.8.2011)

 

Förderprogramm für effiziente Rechenzentren
pld. Der Strombedarf von Rechenzentren ist erheblich und in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Mit betrieblichen Massnahmen und Investitionen in eine effiziente Infrastruktur liesse er sich jedoch deutlich senken. Ein neues Förderprogramm des Bundes unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung dieser Instrumente. Das Programm startete im Mai 2011 und läuft noch bis Oktober 2013.
Förderbedingungen und Eingaben: www.pueda.ch
(12.7.2011)

 

Veranstaltungen zu Indigenen in Brasilien
pd. Im Herzen des brasilianischen Amazonas steht der Bau des weltweit drittgrössten höchst umstrittenen Belo-Monte-Staudamms bevor. Gefährdet der Wachstumshunger Brasiliens das Überleben des Amazonas und der Indigenen? Auf Einladung der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) spricht die brasilianische Politik-Expertin Telma Monteiro an drei Veranstaltungen zum Thema wirtschaftliche Entwicklung und Amazonas:
Basel: Montag, 6. Juni, 19.30 Uhr, Institut für Soziologie, Petersgraben 27
Zürich: Dienstag, 7. Juni, 19.30 Uhr, Volkshaus, Stauffacherstr. 60
Bern: Mittwoch, 8. Juni, 19.30 Uhr, WWF Bildungszentrum, Bollwerk 35
Eintritt frei, Kollekte

 

Indonesiens löchriger Waldschutz
pld. Gestern setzte die Regierung in Jakarta ein Moratorium in Kraft, das der Abholzung der Wälder auf dem indonesischen Archipel Einhalt gebieten soll, berichtet die «NZZ». Doch der zweijährige Stopp für Primärwald ist löchrig. Denn Sekundärwälder sollen weiterhin gerodet werden dürfen, wenn der freigelegte Boden für den Anbau von Reis und Zucker sowie Energiepflanzen genutzt werden soll. So soll etwa die Produktion von Palmöl bis 2020 verdoppelt werden. Umweltverbände üben denn auch harsche Kritik am Pseudo-Moratorium.
(21.5.2011)

 

Gewerkschaft kämpft um Biberist
pld. Die von der Kündigung bedrohten Angestellten der Papierfabrik Biberist/SO fordern zusammen mit den Gewerkschaften mehr Zeit für Abklärungen zur Rettung des Betriebs. «Es bestehen bereits Kontakte zu möglichen Partnern und Investoren, die ein Interesse am Standort Biberist haben», heisst es in einer von der Gewerkschaft Unia veröffentlichten Stellungnahme. Bei einer Schliessung wären 550 Arbeitsplätze bedroht.
(17.5.2011)

 

Wer wird «Urwaldfreundliche Gemeinde 2011»?
Hunderte von Gemeinden bemühen sich im Rahmen der Aktion «urwaldfrendliche Gemeinde» um eine nachhaltige Beschaffung im Holz- und Papierbereich. Jetzt suchen BMF und FUPS die «Urwaldfreundliche Gemeinde 2011». Die Bewerbungsfrist für den erstmals ausgeschriebenen Preis läuft bis zum 15. Juni. Urwald-Info, PDF, 336 KB, www.urwaldfreundliche-gemeinden.ch
(15.4.2011)

 

Papierfabrik Biberist steht vor Schliessung
pld. Schon wieder droht der Schweizer Papier- und Kartonindustrie ein Abgang: Die südafrikanische Besitzerin der Papierfabrik Biberist, Sappi Fine Paper Europe (SFPE), gab heute bekannt, dass sie die Schliessung des Werks plant. Betroffen wären 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Schon im Frühling 2010 waren 48 Stellen abgebaut worden. SFPE begründet den Entscheid mit zu knappen Renditen des Werks. Derzeit läuft das Informations- und Konsultationsverfahren, das von Gesetzes wegen vorgeschrieben ist. (31.3.2011)

 

IKEA plant 100 Prozent Recyclingpapier
pld. Schon heute setzt der schwedische Möbelriese bei seinen Drucksachen verschiedentlich Recyclingpapier ein. Jetzt werden in der schwedischen Zentrale verschiedene Papiere für die einzelnen Anwendungen evaluiert. Details zum Papier und zur verwendeten Menge werden voraussichtlich erst im Lauf des zweiten Halbjahrs kommuniziert. Geplant ist dann, die definierten Papiersorten weltweit einzusetzen. (8.2.2011)

 

SRG soll Papier sparen
pld. Auch die Produktion von Radio- und Fernsehsendungen benötigt offenbar viel Papier. Der neue SRG-Generaldirektor Roger de Weck will dem Papierberg nun an den Kragen, wohl auch aus Gründen der Effizienz. Am Neujahrstreffen der Schweizer Medienbranche gab er seine diesbezüglichen Pläne bekannt. Wie die «NZZ» berichtet, soll der Papierverbrauch der SRG auf einen Drittel der 2010 erzeugten Menge sinken. Und die AutorInnen interner Studien müssen sich knapp fassen: Maximal 15'000 Zeichen lang dürfen SRG-Papiere in Zukunft sein, was neben der Umweltbelastung auch die Arbeitszeit jener reduziert, welche die Anträge studieren müssen. (13.1.2011)

 

Neuauflage der FUPS-Büroökologie-Ratgeber
pld. Die beiden online-Broschüren des FUPS zum Thema Büroökologie sind ab sofort vollständig neu überarbeitet verfügbar. In der Rubrik «Büroökologie» können die aktualisierten Versionen der «Checklisten Büroökologie» und des Lehrmittels «Ökologie im Büro» kostenlos heruntergeladen werden. Erstmals sind die Dokumente auch französisch verfügbar.
(23.12.2010)

 

Green IT Innovation Award
pld. Nach 2009 wird im Mai 2011 anlässlich der neuen ICT-Fachmesse in drei Kategorien verliehen: Green IT-Lösung für eine effiziente IT, Green IT für eine effiziente Welt, Award für das beste Startup-Unternehmen.
www.green-it-award.ch 
(15.12.2011)

 

Verlage setzen auf Kahlschlagpapier
pd. Fast die Hälfte der in Deutschland verkauften Bücher werden auf Papier gedruckt, dessen Herkunft unklar ist und häufig aus Kahlschlag stammt. Dies zeigt eine Übersicht, die der WWF vorlegte. Von 94 Titeln der Spiegel-Bestenliste wurde nur bei 50 FSC-Papier verwendet. Recyclingpapier kam überhaupt nicht zur Anwendung. Ähnlich schlecht sieht die Bilanz bei den Kinder- und Jugendbüchern aus, hier waren 20 von 36 Titeln auf FSC-Papier gedruckt. Eine Umstellung auf Recycling- oder FSC-Qualität wäre problemlos möglich, da weltweit die so zertifizierten Flächen laufend wachsen. (29.11.2010)

 

Bisphenol: Grenzwert soll bleiben
pd. Die Chemikalie Bisphenol A (BPA) macht Schlagzeilen, seit publik wurde, dass sie sogar in Thermo-Kassenzetteln enthalten ist (vgl. «P&U» 3-10). Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) hält dennoch an ihrem 2006 empfohlenen Maximalwert für BPA fest. Dieser toleriert eine tägliche Aufnahmemenge von 0,05 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Kritischer gegenüber dem Stoff ist Dänemark, das ein BPA-Verbot in Kleinkinder-Produkten erlassen hat, sowie das deutsche Umweltbundesamt. (21.10.2010)

 

Schweizer Nachhaltigkeitspreis: Jetzt bewerben
pd. Am 11. Februar 2011 wird zum zweiten Mal der Schweizer Nachhaltigkeitspreis «Prix NATURE Swisscanto» verliehen. Eine hochkarätige Jury und die BesucherInnen der NATUR Gala zeichnen erneut Projekte und Innovationen junger Personen in der Kategorie «Generation Zukunft» aus. Es winken 10'000 Franken Preisgeld und Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit. Bewerbungen sind bis zum 29. Oktober 2010 unter www.prixnature.ch möglich. (24.9.2010)

 

Papyrus transportiert klimaneutral
pld. Der Schweizer Papiergrosshändler Papyrus Schweiz AG (früher Sihl + Eika) kompensiert den CO2-Ausstoss seiner Papiertransporte durch die Stiftung «myclimate». Zudem erfolgt nach Firmenangaben weit über die Hälfte der Transporte auf der Schiene. www.papyrus.com
(10.9.2010)

 

Lottner-Gruppe nach Frankreich verkauft
pd. Bewegung im Schweizer Altpapierhandel: Die Lottner-Gruppe mit Sitz in Basel wird von der Paprec Recyclage aufgekauft, die nach eigenen Angaben Marktführerin im konzernunabhängigen Recyclinggeschäft in Frankreich ist. Dies gaben die Unternehmen in einer Medienmitteilung bekannt. Die Firma Lottner wurde 1896 als Einzelfirma in Basel gegründet. Heute beschäftigt sie in in Basel, Luzern und Zürich über 100 Mitarbeitende, schlägt jährlich 150'000 Tonnen Rohstoffe um und erzielt einen Umsatz von 33 Millionen Franken. Das Kerngeschäft Altpapier und Aktenvernichtung soll uneingeschränkt erhalten bleiben. (3.8.2010)

 

WWF-Lehrgang: Die Ausbildung zum Umweltjob
pd. Der globale Klimawandel und der steigende Verbrauch von Ressourcen sind Herausforderungen, die neue Qualifikationen in der Berufswelt verlangen. Der WWF-Lehrgang «Umweltberatung und -kommunikation» ist eine anerkannte Ausbildung für einen Job im Umweltbereich. Die einjährige, berufsbegleitende Weiterbildung vermittelt praxisorientierte Sachkenntnisse in Ökologie und nachhaltigem Ressourcenmanagement sowie Instrumente der Umweltkommunikation und Projektarbeit. Der 15. Lehrgang führt neu direkt an die Berufsprüfung für einen eidgenössischen Fachausweis heran. Der WWF-Lehrgang beginnt im Februar 2011, Anmeldeschluss ist der 5. November.
Am 9. September 2010 findet in Bern ein Informationsabend statt.
www.wwf.ch/lehrgang
(2.7.2010)

 

Inländische Altpapier-Nachfrage stabil
pd. Mit der Schliessung der bernischen Kartonfabrik Deisswil haben viele Gemeinden ihre Abnehmerin für Altpapier verloren. Kurzfristig springt die benachbarte Papierfabrik Utzenstorf ein, berichtet «Kommunale Infrastruktur» (KI) in einer Medienmitteilung. Utzenstorf verfügt über eine hervorragende Infrastruktur für Transport, Annahme und Sortierung von Altpapier. Im Herbst 2010 dann wird die Papierfabrik Perlen in Luzern dank dem Neubau einer Papiermaschine in der Lage sein, zusätzlich 250'000 Tonnen Altpapier pro Jahr zu verwerten. Laut KI ist damit die Altpapier-Nachfrage im Inland stabil. www.altpapier.ch 
(31.5.2010)

 

Aufruf für urwaldfreundliche Gemeinden
pd. Anlässlich der Gedenkfeier für Bruno Manser am 8. Mai 2010 forderten der Bruno Manser Fonds und der FUPS die Schweizer Gemeinden per Brief auf, urwaldfreundlich zu werden und sich der Kampagne «urwaldfreundliche Gemeinden» des Bruno Manser Fonds anzuschliessen. Zehn Jahre nach dem Verschwinden Bruno Mansers können sich bereits 614 Gemeinden «urwaldfreundliche Gemeinde» nennen. 25 weitere prüfen derzeit, ob sie einen Beitrag zum Urwaldschutz leisten wollen und der Kampagne beitreten werden. Das 1997 von Bruno Manser initiierte Projekt zielt darauf ab, den Verbrauch von Neufaserpapier und Holz aus Raubbau in den Gemeindeverwaltungen zu minimieren. www.urwaldfreundliche-gemeinden.ch
(14.5.2010)

 

Tipps zur Telearbeit
pd. Täglich gehen in der Stadt Zürich 300'000 Menschen in 25'000 verschiedenen Arbeitsstätten ihrer Arbeit nach. Was wäre, wenn alle ab und zu daheim arbeiteten? Öko-Kompass und Microsoft Schweiz begleiten Sie auf dem Weg zum perfekten Arbeitsplatz zuhause und geben Tipps zum erfolgreichen Umgang mit Stress und Arbeitsdisziplin. Montag, 3. Mai 2010, 17 bis 18.30 Uhr, bei Microsoft, Seestrasse 356, 8038 Zürich-Wollishofen
Anmeldung: www.stadt-zuerich.ch/oeko-kompass
(22.4.2010)

 

Migros spart Papier
pld. Der Migros Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht erscheint dieses Jahr erstmals als integrierter Bericht und ist ausschliesslich im Internet verfügbar. Dank diesem Online-Bericht können laut Migros 25 Tonnen Papier eingespart werden. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass zumindest ein Teil dieser Einsparung kompensiert wird, wenn Auszüge aus dem Bericht individuell ausgedruckt werden. www.migros.ch
(12.4.2010)

 

Kartonfabrik Deisswil geschlossen
pld. Die traditionsreiche Kartonfabrik Deisswil/BE schliesst per sofort. Dies gab der Besitzer, der österreichische Mayr-Melnhof Konzern, heute bekannt. Auslöser des Schritts seien anstehende Investitionen in die CO2-Reduktion gewesen, so die Verantwortlichen. Das BAFU hingegen verneint dies und verweist auf die Tatsache, dass sich ähnliche Projekte in anderen Schweizer Papierfabriken nach wenigen Jahren amortisiert hätten. Offen bleibt die Frage, wo die 120'000 Tonnen Altkarton verwertet werden, die bisher in Deisswil jährlich verarbeitet wurden.
(9.4.2010)

 

FSC-Produzent geht über Leichen
pld. Zehn Jahre lang kämpfte der ecuadorianische Kleinbauer José Aguilar für seinen Regenwald. Den hatte ihm der Sperrholzhersteller Botrosa gewaltsam geraubt. Am 25. Februar 2010, wenige Tage, bevor das Land nach richterlicher Verfügung zurückgegeben werden sollte, wurde José Aguilar zusammen mit seiner Frau ermordet. Die Firma Botrosa weigert sich weiterhin, den Schutzwald «El Pambilar» zurückzugeben. Gleichzeitig schmückt sich das Unternehmen mit dem Siegel für «verantwortungsvolle Waldwirtschaft» des Forest Stewardship Council (FSC). Protestaktion: www.regenwald.org
(9.3.2010)

 

Nokia top, Microsoft flop
pld. Seit 2006 publiziert Greenpeace eine Umweltrangliste der IT-Branche. Gute Noten erhielten im Ranking vom Januar 2010 lediglich Nokia (7,4 Punkte) und Sony Ericsson (6,9). Die anderen Anbieter haben noch ein grosses ökologisches Verbesserungspotenzial. Microsoft (2,4) und Nintendo (1,4) nehmen die beiden letzten Plätze ein. Untersucht wurden die Produkte von 18 Weltfirmen auf ihren Energieverbrauch, giftige Inhaltsstoffe und das Abfallmanagement.
www.greenpeace.org/electronics
(22.2.2010)

 

Bisphenol A in Recyclingpapier
pld. Die Radiosendung «Espresso» von heute Dienstag berichtet über Rückstände von Bisphenol A in Recyclingpapier. Die Substanz wird in Thermo-Faxpapier oder Kassencoupons verwendet und soll so ins Recyclingpapier gelangen. Der hormonaktive Stoff steht im Verdacht, gesundheits- und erbgutschädigend zu sein. http://www.drs1.ch/www/de/drs1.html
(26.1.2010)

 

Tageszeitung aus Recyclingpapier: In Schweiz alltäglich
pld. Die niederländische Tageszeitung «Het Financieele Dagblad» erscheint seit Ende November als weltweit erste Tageszeitung auf FSC-Papier. Laut Auskunft von FSC Niederlande handelt es sich beim Papier um FSC Recycled. Das bedeutet schlicht, dass der Verlag auf 100 Prozent Recyclingpapier druckt. In der Schweiz und in anderen Ländern ist dies schon aus Kostengründen seit Jahren Standard, wobei auf das FSC-Label verzichtet wird. Die vordergründige Erfolgsmeldung entpuppt sich somit als Banalität.
http://www.fsc-deutschland.de/newsletter/224/1371/
(17.12.2009)

 

Papiliorama und Hornbach schützen Tropenwald
pld. Das Schmetterlingsmuseum Papiliorama in Kerzers unterstützt seit 20 Jahren die Stiftung Shipstern, die im zentralamerikanischen Belize tropischen Regenwald unter Schutz stellt. Jetzt beteiligt sich der Baumarkt-Betreiber Hornbach mit jeweils 20 Prozent des Jahresbudgets von 120'000 Franken am 110 Quadratkilometer grossen Reservat. In Kerzers wurde zudem eine 20 Quadratmeter grosse Tafel mit Informationen zu FSC und zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung enthüllt.
www.papiliorama.ch, www.shipstern.org
(25.11.2009)

 

Umfrage zum Ökobüro
pld. Wie ökologisch ist Ihr Büro eingerichtet? Diese Frage stellt das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in einer Online-Umfrage. Noch bis Mitte November können sich interessierte Firmen daran beteiligen –und erhalten nach der Auswertung kostenlos die Kurzfassung der Green-Office-Studie zugestellt.
www.green-office.web-erhebung.de 
(15.10.2009)

 

Kimberley stoppt 2011 Urwaldzerstörung
pld. Der nordamerikanische Toilettenpapiergigant Kimberley Clark reagiert auf jahrelange Proteste von Umweltschutzgruppen: Er verpflichtet sich, ab 2011 keinen Zellstoff mehr zu verwenden, bei deren Gewinnung der Urwald zerstört wurde. Dabei handelt es sich insbesondere um boralen Wald im Norden Kanadas. Kimberley Clark produziert unter anderem die Marken Kleenex, Hakle und Camelia.
(14.8.2009)

 

Opposition gegen FSC-Plantagen
pld. In Brasilien spitzt sich die Kritik an Baumplantagen, die von FSC zertifiziert werden, zu. Kürzlich erhielt das brasilianische Unternehmen Suzano die Bewilligung, am Ufer des Flusses Paranaíba und im Cerrado 160'000 Hektaren Eukalyptus-Monokulturen anzulegen – mit verheerenden ökologischen und sozialen Folgen. Der Vorfall zeige, dass der Umgang von FSC mit industriellen Baumplantagen weit von einer Lösung entfernt sei. www.wrm.org.uy/bulletin/144/viewpoint.html#9 
(24.7.2009)

 

Migros lanciert Öko-Windeln
pld. Als erster Schweizer Grossverteiler steigt die Migros ins Geschäft mit Windeln ein, die einen ökologischen Mehrwert aufweisen. Unter dem Label «Milette Naturals» werden unter anderem Windeln verkauft, «die zu 45 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen» bestehen, wie das Unternehmen schreibt. «Papier & Umwelt» 3-09 wird sich ausführlich mit dem Thema beschäftigen. (2.7.2009)

 

Pelikan will auf FSC wechseln
pld. Der deutsche Schreibwarenkonzern Pelikan steht in der Kritik, weil er Ramin-Holz aus Malaysia importiert, das nicht zertifiziert ist. Als Reaktion auf die Proteste verzichtet Pelikan nun auf Ramin und alle anderen Hölzer, die von geschützten Tropenarten stammen. Zudem bemüht sich das Unternehmen um eine FSC-Zertifizierung. www.pelikan.com www.regenwald.org (17.6.2009)

 

Schulen checken ihren Abfall
pld. Was im Schulhaus weggeworfen wird, ist zu einem grossen Teil rezyklierbar. Umso wichtiger ist, dass dies auch getan wird – wenn möglich mit Einbezug der Schülerinnen und Schüler. So lässt sich umweltbewusstes Handeln mit Umweltbildung kombinieren. Der Flyer «Hurra, die Schule trennt!» von Praktischer Umweltschutz Schweiz (Pusch) wurde mit fachlicher Unterstützung des FUPS erstellt. Er gibt Tipps für ein erfolgreiches Vorgehen beim Abfallcheck.
Abfallcheck PDF, 5,63 MB
(18.5.2009)

 

Jetzt anmelden zum FUPS-Kurs
pld. Am Dienstag, 26. Mai, organisiert der FUPS in Zürich einen Kurs zum Thema Büroökologie. Melden Sie sich jetzt an. Darüber hinaus offeriert die Geschäftsstelle auch gerne firmenspezifische Kurse und Büro-Ökochecks; Details und Tarife auf Anfrage.
Kursprogramm 2009 PDF, 128 kb
(21.4.2009)

 

Hygienepapier: Detailhandel schläft
pld. Der Schweizer Detailhandel ist mehrheitlich untätig, was umweltverträgliche Hygienepapiere angeht. Dies zeigt eine Marktanalyse des WWF Schweiz. Nur Migros, Coop und Lidl können mit einem ansprechenden Angebot an Toiletten- und Küchenpapier aus Recyclingfasern oder FSC-Zellstoff aufwarten. Gar kein überzeugendes Angebot existiert im Windelsortiment. Damit ergänzt der WWF eine Untersuchung des FUPS, die in der März-Ausgabe von «Papier & Umwelt» veröffentlicht wurde.
www.wwf.ch   
(15.4.2009)

 

Green IT im Alltag
pld. Die Informations- und Kommunikationstechnologie ist allgegenwärtig. Doch mit der zunehmenden digitalen Vernetzung unseres Alltags steigt auch der Strombedarf in diesem Segment. Ein neuer Ratgeber des deutschen Umweltbundesamts zeigt beispielsweise auf, dass ein effizienter Rechner gegenüber einem ineffizienten Gerät um 50 bis 70 Prozent weniger Strom verbraucht. Häufig werden überdimensionierte Geräte angeschafft, was sich ungünstig auf deren Stromverbrauch auswirkt. Neben der Anschaffung ist entscheidend, den PC beim Gebrauch möglichst energiesparend einzusetzen. Green IT PDF, 458 KB
(16.3.2009)

 

Tipps zu umweltfreundlicher Beschaffung
pld. Die öffentliche Hand kann mit ihrer Beschaffungspolitik viel in Richtung Nachhaltigkeit bewirken. Dies zeigt eine neue Broschüre des deutschen Umweltbundesamts, der ein entsprechendes Forschungsprojekt zugrunde liegt. Die Publikation stellt zahlreiche Beispiele von ökologisch und ökonomisch sinnvollen Produkten und Dienstleistungen vor, so etwa Multifunktionalgeräte fürs Büro oder die nachhaltige Gebäude- und Glasreinigung. Beschaffung PDF, 1,9 MB
(9.2.2009)

Kritik an südafrikanischen Plantagen
pld. Ein neuer Report der NRO Global Forest Coalition nimmt die Zertifizierung südafrikanischer Holzplantagen unter die Lupe. Untersucht wurden insbesondere die Firma Hans Merensky Holding und deren Tochtergesellschaft Singisi Forest Products, die 2002 durch SGS Qualifor nach FSC zertifiziert worden waren. Die Studie kritisiert die ökologischen und sozialen Auswirkungen der Plantagen und hinterfragt den Nutzen einer Nachhaltigkeitszertifizierung. Auch in der Schweiz verkauftes Papier enthält häufig Zellstoff aus Südafrika.
Report PDF, 1,4 MB
(15.1.2009)

 

FSC kritisiert «Kontrollierte Waldbewirtschaftung»
pld. Anfang November fand in Kapstadt die Generalversammlung von FSC-International statt. Unter anderem wurde Kritik laut am Standard «Kontrollierte Waldbewirtschaftung» («Controlled Wood Standard»). Zellstoff dieser Herkunft wird etwa als Rohstoff für das weit verbreitete Papier «FSC-Mix» zugesetzt. Umweltverbände brachten Motionen ein mit dem Ziel, den Standard ersatzlos zu streichen und nur noch Fasern aus echten FSC-Wäldern zu akzeptieren. Auch der FUPS hatte in dieser Sache schon mehrfach interveniert. Diese Vorstösse wurden zwar abgelehnt. Bis zur nächsten Generalversammlung soll aber geklärt werden, wie der Standard «Kontrollierte Waldbewirtschaftung» wirkt, ob eine Streichung umsetzbar wäre oder ob das Label «FSC-Mix» neu definiert werden soll. www.fsc-schweiz.ch (22.12.2008)

 

FUPS-Kurse 2009
pld. Im kommenden Jahr organisiert der FUPS je einen Kurs zum Thema ökologischer Umgang mit Papier und Büroökologie. Darüber hinaus offeriert die Geschäftsstelle auch gerne firmenspezifische Kurse und Büro-Ökochecks; Details und Tarife auf Anfrage.
Kursprogramm 2009 PDF, 128 kb
(15.12.2008)

 

www.papier.info mit mehr Inhalt
pld. Die FUPS-Homepage ist ab sofort noch gehaltvoller: Das Papierlexikon wurde mit zahlreichen weiteren Begriffen ergänzt, die Linkliste und das Datenblatt ökologische Druckereien sind aktualisiert, zusätzlich kann ein Informationsblatt zum Thema umweltverträgliche Einzahlungsscheine heruntergeladen werden. (4.11.2008)

 

Energieeffiziente Bürogeräte
pld. Ob Privatperson, Unternehmen oder Behörden, es lohnt sich, beim Einkauf von Laserdruckern oder Leuchten auf den tiefen Energieverbrauch zu achten. Die Neuauflage des Merkblatts «Energieeffiziente Bürogeräte» dokumentiert die wichtigsten Standards für Energieeffizienz, Umwelt und Ergonomie, zeigt das Vorgehen bei der Beschaffung auf und hilft bei der Konfiguration und Anwendung.
Das A3-Faltblatt ist kostenlos beim FUPS zu beziehen oder einsehbar unter
http://www.topten.ch/index.php?page=einkaufskriterien
(24.9.2008)

 

«Datenblatt ökologische Druckereien» erschienen
pld. Immer mehr Schweizer Druckereien engagieren sich in der ökologischen Optimierung ihres Betriebs. Die öffentliche Hand und Private können mit einer gezielten Vergabe ihrer Druckaufträge solche Firmen unterstützen. So sorgen sie dafür, dass immer mehr Druckereien die Umweltanliegen in ihre Geschäftspolitik einbeziehen. Das neu erschienene «Datenblatt ökologische Druckereien» (DöD) hilft dabei. Datenblatt ökologische Druckereien PDF, 52 KB
(24.7.2008)

 

FCS-Verfahren gegen SCA
bew. Der schwedische Forst- und Papierkonzern Svenska Cellosa Aktiebolaget (SCA) hat mehrfach gegen die Richtlinien des Forest Stewardship Council (FSC) verstossen, berichtet «Pro Regenwald online». Denn die SCA habe Wald in Nordschweden abgeholzt, der zur Papierproduktion FSC-zertifiziert ist. Dabei wurden auch bedrohte Baumarten, die auf der roten FSC-Liste stehen, zu Papier verarbeitet. Umweltschützer von der Swedish Society for Nature Conversation (SSNC) und Greenpeace Nordic haben nun eine Beschwerde beim FSC eingereicht. Derzeit wird geprüft, ob der schwedische Grosskonzern das FSC-Zertifikat behalten darf. www.fsc-watch.org
(22.7.2008)

 

US-Regierung setzt auf Recyclingpapier
pld. Die aktuelle Regierung der USA hat sich nicht durch eine ökologische Vorreiterrolle profiliert. Doch zumindest beim Recyclingpapier soll dies anders werden, stellte der Leiter des U.S. Government Printing Office (GPO), Bob Tapella, in einer Rede an der drupa Düsseldorf in Aussicht. Weil die amerikanische Papierindustrie noch zu wenig grafisches Recyclingpapier in der gewünschten Qualität liefern kann, beschafft Tapella weltweit Papier für die Regierungsberichte, Formulare und Dokumente. Die deutsche Steinbeis Temming Papier in Glückstadt erfüllt nun als erster europäischer Produzent die GPO-Kriterien, teilt das Unternehmen mit. (25.6.2008)

 

VOC-Lenkungsabgabe zeigt Wirkung
pd. Die Lenkungsabgabe auf flüchtige organische Verbindungen (VOC) zeigt Wirkung, meldet die Eidgenössische Finanzkommission. Dazu beigetragen haben auch zahlreiche Druckereien, die auf VOC-haltige Reinigungsmittel verzichten. Wie die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) in einer Medienmitteilung feststellt, sei das Luftreinhalteziel aber noch nicht erreicht. Seit Inkraftsetzung der Lenkungsabgabe wurden die Emissionen mehr als halbiert auf 102'300 Tonnen im Jahr 2006. Bis 2010 soll die Menge auf 81'000 Tonnen sinken. (26.2.2008)
www.voc-arm-drucken.ch

 

«Papier & Umwelt» mit Druckproblemen
pld. Aufgrund eines Fehlers bei der Datenübernahme durch die Druckerei erschien die Ausgabe 1-2008 von «Papier & Umwelt» mit Layoutfehlern. Aus Termin- und Umweltgründen verzichtete der FUPS auf einen Neudruck. Die korrekt gelayoutete Version steht als pdf in der Rubrik «Zeitschrift» zum Download bereit. (28.3.2008)

 

Kursprogramm «Klimagerechtes Büro»
pld. Wie schon 2007 organisiert der FUPS auch dieses Jahr wieder vier Kurse in Bern, Zürich, Luzern und Basel mit, an denen BotschafterInnen für ein klimagerechtes Büro ausgebildet werden. Unter der Leitung des WWF Bildungszentrums engagieren sich FUPS, KV Schweiz und SAFE, unterstützt wird die Aktion vom iba Büroversand. (8.4.2008)
Kursdaten und Anmeldung unter: www.wwf.ch/bildungszentrum

 

Gefälschtes Recyclingpapier
pld. Das Image von Recyclingpapier ist gut – so gut, dass es sogar gefälscht wird. Wie die «NZZ» berichtet, wurde in Japan aufgedeckt, dass zahlreiche als Recyclingpapier deklarierte Produkte entweder überhaupt nicht oder nur zu einem geringen Teil aus aufbereitetem Altpapier hergestellt wurden. In Japan ist Altpapier knapp, weil das benachbarte China grosse Mengen des günstigen Rohstoffs importiert. Der Skandal ist ein herber Rückschlag für die Bemühungen der japanischen Papierindustrie, sich umweltbewusst zu geben. (8.2.2008)

 

Kontroverse um Toner hält an
pld. Neue Studien zum Thema Gesundheitsbelastung durch Tonerstaub schaffen keine Klarheit. Zum einen publizierte das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) einen Zwischenbericht. Demnach scheint sich der Verdacht, dass Laserdrucker und Fotokopiergeräte Feinstaub produzieren, nicht zu erhärten. Eine andere Studie aus Australien hingegen soll zeigen, dass gewisse Bürogeräte gleich viel Feinstaub emittieren wie eine brennende Zigarette. (22.10.2007)
www.bfr.bund.de
www.krank-durch-toner.de

 

Kurse «KlimabotschafterIn Büro»
pld. Zusammen mit dem WWF-Bildungszentrum und kv schweiz organisiert der FUPS Grundlagenkurse für das energieeffiziente Büro. Die TeilnehmerInnen lernen, im eigenen Büro einen effektiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Man erfährt, nach welchen Kriterien energieeffiziente Bürogeräte eingekauft werden, wie man diese Energie und Kosten sparend einstellen kann oder welches Papier ökologisch sinnvoll ist. Gleichzeitig qualifiziert man sich sich als «KlimabotschafterIn im Büro.» Kursprogramm 2007 PDF 148 KB (15.8.2007)

 

Bürogeräte ökologisch einkaufen
pld. Firmen und die öffentliche Hand können Kopierer, Drucker oder Faxgeräte noch einfacher nach ökologischen Kriterien einkaufen. Was zu beachten ist, zeigt ein neues Merkblatt. Darauf finden Einkaufsverantwortliche für jedes Gerät die wichtigsten Kriterien sowie viele nützliche Tipps. Das Merkblatt ist unter Mitarbeit des WWF entstanden: www.topten.ch/buero. (2.07.2007)

 

FSC verdoppelt Umsatz
pld. FSC-zertifizierte Produkte verkaufen sich immer besser: 2006 steigerten die Partner der WWF Wood Group ihren FSC-Umsatz auf 179 Millionen Franken, was fast einer Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr entspricht. Wie die WWF Wood Group mitteilt, hat neben dem Beitritt von Coop vor allem die Umstellung von nicht zertifiziertem Hygienepapier auf FSC-Papier bei der Migros zu dieser Steigerung beigetragen. Aus Sicht des FUPS ist FSC-zertifiziertes Hygienepapier aber heikel, da es einen ökologischen Mehrwert bei Produkten anpreist, die unproblematisch durch Recyclingartikel ersetzt werden könnten. (25.6.2007)

 

Google und Intel wollen Energie sparen
sa. Die meisten auf dem Markt erhältlichen Computer sind nicht energieeffizient, da 30 bis 50 Prozent des Stroms bereits während der Zufuhr zwischen Steckdose und Computer verloren geht. Google und Intel haben das Problem erkannt und gründeten laut «NZZ» ein Energiesparprogramm namens «Climate Savers Computing Initiative». Mittels energieeffizienter Notebooks und PCs könne man ab Programmstart bis zum Jahr 2010 weltweit 5,5 Milliarden Dollar an Energiekosten sparen und die Treibhausgase um 54 Millionen Tonnen jährlich reduzieren. (5.6.2007)

 

«Vista» verursacht Müll
ava. Das neu eingeführte Windows-Betriebssystem «Vista» von Microsoft könnte eine enorme Menge an Elektroschrott verursachen, befürcht die Umweltschutzorganisation Greenpeace. Denn damit das System auf dem PC läuft, sind ein grosser Arbeitsspeicher, eine aktuelle 3D-Grafikkarte und ein moderner Prozessor notwendig. Das bedeutet, dass ältere Computer aufgerüstet werden müssen oder gleich ein neuer angeschafft werden muss, berichtet die Berliner «tageszeitung». Gemäss einer Studie der US-Beratungsfirma SoftChoice erfüllt die Hälfte der in der amerikanischen Wirtschaft benutzten PCs die Hardwareanforderungen für «Vista» nicht. Auf die befürchteten Mengen Schrott sei niemand vorbereitet, so Greenpeace. (22.2.2007)

 

Altpapier-Sammelzug in Betrieb
ava. Der Altpapier-Express von SBB Cargo befördert neu das Altpapier vom linken Zürichseeufer nach Gisikon-Root/LU zur Papierfabrik Perlen. Einmal monatlich werden auf den Bahnhöfen Richterswil, Wädenswil, Au, Horgen und Thalwil insgesamt zwölf Bahnwagen bereitgestellt. Auftraggeber ist der Zweckverband für Abfallverwertung im Bezirk Horgen, schreibt die «NZZ». (10.1.2007)

 

Zürich setzt auf Recyclingpapier
ava. Die Zürcher Stadtverwaltung hat den Anteil an Recyclingpapier beim Kopierpapier innerhalb von zwei Jahren von 11 auf 52 Prozent gesteigert. Das Ziel von 60 Prozent wurde damit noch nicht erreicht. Bei Couverts liegt der Anteil von Recyclingpapier schon heute bei knapp 70 Prozent. Steigerungspotenzial bietet vor allem der Bereich Drucksachen. Für die Standardlinie wählte man ein Papier, das aus 100 Prozent Altpapier besteht. Bis 2008 will Zürich den Recyclinganteil des Kopierpapiers auf 75 Prozent steigern, bei Couverts sollen es 80 und bei Drucksachen 50 Prozent werden. (8.11.2006)

 

«Checklisten Büroökologie» erschienen
pld. Umweltschutz macht vor der Bürotüre nicht halt: Eine neue Sammlung von Öko-Checklisten des FUPS zeigt in knapper und einprägsamer Form, wie in der Welt zwischen Computer und Sitzungstisch Altpapier vermieden, Strom gespart und der Wasserverbrauch reduziert werden kann. Dabei wird nicht nur die Umwelt geschont: Umweltschutz ist in vielen Fällen auch ein Plus für die Betriebsbilanz und für das Wohlbefinden der Mitarbeitenden. Die Öko-Checklisten können kostenlos heruntergeladen, ausgedruckt oder auf die eigene Homepage aufgeschaltet werden. (30.10.2006) «Checklisten Büroökologie» PDF, 3 MB

 

Ausschreibung Kurs «Ökologie im Büro»
pld. Der aktuelle Halbtageskurs «Ökologie im Büro» des FUPS – Förderverein für umweltverträgliche Papiere und Büroökolgie Schweiz zeigt auf, wie die TeilnehmerInnen im eigenen Arbeitsumfeld mithelfen können, den Büroalltag ökologischer zu gestalten und ihre sowie die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden zu schützen.

Kursort: Zürich
Kursdatum: Donnerstag, 23. November 2006
Kurszeit: 13.30 Uhr bis 17 Uhr
Kursleitung: Barbara Würmli, Geschäftsleiterin FUPS
Anmeldung: FUPS, Postfach 705, 9501 Wil
Kontakt: 071 911 16 30, sekretariat@fups.ch
Kosten: Fr. 100.–, Fr. 80.– für FUPS-Mitglieder und NGO-Aktive
(10.10.2006)

 

Baselbiet: Recycling wird Standard
pld. Ab 2007 wechselt die öffentliche Verwaltung des Kantons Basel-Landschaft komplett auf Recyclingpapier. Dies beschloss der Regierungsrat und spart damit jährlich 40'000 Franken. Neben der Administration aller Departemente machen auch das Staatsarchiv und die Schulen mit. Die Arbeitsgruppe «Papier» wird nach einem Jahr über den Erfolg der Anordnungen berichten und weitere Schritte vorschlagen, etwa auch bei Druckaufträgen auf Recyclingpapier zu bestehen. (11.8.2006)

 

Licht sparen schützt Klima
pld. Werden weiter Lichtkörper installiert wie bisher, müsste bis im Jahr 2030 weltweit 80 Prozent mehr Strom für Beleuchtungszwecke eingesetzt werden. Davor warnt die Internationale Energieagentur (IEA) in ihrer Studie «Light Labour’s Lost». Laut «NZZ» würde dies zusätzliche CO2-Emissionen im Gegenwert von 5000 Kohlekraftwerken à 500 MW entsprechen. Schon heute werden weltweit 19 Prozent der Stromerzeugung für Beleuchtung benötigt. Die IEA empfiehlt den Einsatz von Energiesparlampen und Bauvorschriften, um unnötige Beleuchtung zu unterbinden.
http://iea.org (17.7.2006)

 

Papierindustrie bedroht indonesische Torfwälder
ava. Eines der weltweit grössten Torfwaldgebiete droht zerstört zu werden: Die Papierindustrie will in der indonesischen Provinz Riau Holz schlagen und Wälder in Plantagen umwandeln. Sumatras Tieflandwälder sind bereits nahezu vollständig zerstört. Die Kampar-Halbinsel in der Provinz Riau ist noch von 400'000 Hektaren ursprünglichem Torfwald bedeckt. Dort lebt beispielsweise der vom Aussterben bedrohte Sumatra-Tiger. www.robinwood.de/tropenwald (26.6.2006)

 

Alternativer Waldschadensbericht
pld. Die deutschen Organisationen Urgewald, ARA und das Forum Umwelt und Entwicklung haben parallel zum Waldzustandsbericht der deutschen Bundesregierung einen alternativen Waldschadensbericht veröffentlicht. Darin wird die Mitverantwortung an der fortschreitenden Zerstörung von Wäldern ausserhalb Deutschlands analysiert. Allein für die deutschen Papier- und Zellstoffimporte wird weltweit jährlich die Fläche von 590'000 Hektaren Wald gerodet. Immer mehr werden dafür Plantagen genutzt, die schwere Auswirkungen auf Wasserhaushalt, Erosion und Artenvielfalt haben. www.urgewald.de (15.6.2006)

 

Bundesverwaltung bleibt doch weiss
pld. Beim Hin und Her der Bundesverwaltung um den Einsatz von Recyclingpapier ist die Umwelt Verliererin: Wie der «Tages-Anzeiger» meldet, werden mit der Einführung des neuen «CD Bunds» die Recyclingcouverts definitiv abgeschafft. Entgegen den Versprechungen der Bundeskanzlei von Anfang Jahr beschloss der Bundesrat nun, dass ausschliesslich FSC-Neufasercouverts, aber keine Recyclingumschläge verwendet werden dürfen. Dies, obschon das Festhalten an Neufaserqualität erwiesenermassen ökologisch falsch ist. (27.4.2006)

 

Tipps für Beleuchtung im Büro
pld. 13 Prozent des Stromverbrauchs im Büro gehen auf das Konto der Beleuchtung. Dank neuen Technologien birgt sie ein grosses Sparpotenzial. Visumoffice.ch, die «virtuelle Schule für betrieblichen Umweltschutz», vergleicht verschiedene Lampen, gibt Hinweise für eine ergonomische Beleuchtung am Arbeitsplatz und informiert zu den wichtigsten Energiesparmassnahmen im Bereich der Bürobeleuchtung. www.visumoffice.ch/beleuchtung (29.3.2006)

 

Bund lässt wieder Recycling-Couverts zu
pld. Noch im Dezember hiess es offiziell, dass in der Bundesverwaltung mit dem neuen «Corporate Design Bund» nur noch Couverts aus FSC-Frischfaserpapier zugelassen werden. Doch verschiedene Bundesämter protestierten gegen die Vorschrift, die weder ökologisch noch wirtschaftlich zu rechtfertigen ist. Auch das Generalsekretariat des Departements von Moritz Leuenberger unterstützte die Kritik in einem Brief. Nun ist die Bundeskanzlei auf die Vorgabe zurückgekommen: Wünscht ein Bundesamt Recyclingcouverts, werden solche auch geliefert. Die Bundesämter für Umwelt und für Energie haben bereits verlauten lassen, ihre Post weiterhin in Recyclingcouverts zu verschicken. (30.1.2006)

 

Recyclingmagazine: Positives Leserurteil
lue. Ob eine Zeitschrift auf Recycling- oder auf Frischfaserpapier gedruckt ist, die Leserinnen und Leser nehmen keinen Unterschied wahr. Dies ist das Ergebnis einer deutschen Studie. Die Testpersonen konnten oftmals das Recyclingpapier nicht einmal als solches erkennen. Damit steht fest, dass hochwertige gestrichene Recyclingpapiere von den KonsumentInnen mit holzfreiem, weissen Papier gleichgestellt werden. «Da die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung den Einsatz von ressourcensparendem Recyclingpapier grundsätzlich begrüsst, sollten diese Ergebnisse Anlass und Impuls sein, in Zukunft weitaus mehr Zeitschriften und Magazine auf Recyclingpapier umzustellen», so Franz Winterer, Sprecher der «Initiative Pro Recyclingpapier» (www.papiernetz.de). (13.1.2006)

 

Freiburg i.Br.: 63 Prozent Recycling
pld. Die Stadt Freiburg im Breisgau hat erstmals FSC-zertifiziertes Frischfaserpapier für die Verwaltung und die städtischen Schulen beschafft, das etwa für Zeugnisse verwendet wird. 63 Prozent der jährlich 16,3 Millionen Blatt Papier werden aber weiterhin in Recyclingqualität eingekauft, zitiert die Zeitschrift «Umweltbriefe» Freiburgs Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik. (4.1.2006)

 

FUPS publiziert Unterrichtseinheit «Ökologie im Büro»
pld. Das Interesse an gesunder und umweltverträglicher Büroarbeit ist gross, doch oft fehlt es am nötigen Wissen. Der FUPS stellt nun mit dem Lehrmittel «Ökologie im Büro» eine 14-seitige Arbeitsmappe für die Mittel- und Oberstufe zur Verfügung. Die Publikation eignet sich auch für Schulungen der MitarbeiterInnen in Firmen oder Abteilungen. Dank Sponsoren kann sie von interessierten Lehrkräften, SchülerInnen und Umweltbeauftragten in Betrieben kostenlos heruntergeladen, kopiert oder auf Folien ausgedruckt werden. (13.12.2005) zum PDF

 

Bund kippt Recyclingpapier-Couverts
pld. Mit dem neuen «Corporate Design Bund» vollführt der Bund eine Kehrtwende beim Einsatz von Papier. Per Anfang 2006 wird Bundespost nur noch in blütenweissen FSC-Briefumschlägen statt in Recycling-Couverts verschickt. Die Bundeskanzlei begründet den Wechsel mit Problemen bei den Versandmaschinen. Dies ist allerdings umstritten. Recyclingpapier ist ökologisch und wirtschaftlich vorteilhaft. Dies betont auch der Umweltbericht 2005 der Bundesversammlung, der beklagt, dass der Anteil von Recyclingpapier von 2002 bis 2004 von 37 auf 33 Prozent sank.  Der Bund verschickt jährlich rund 30 Millionen Couverts, bisher waren 90 Prozent davon aus Recyclingpapier. (12.12.2005)
Hier finden Sie den ausführlichen Artikel: Ökologisch ein Papiertiger PDF, 112 KB

 

Altpapier-Sammlung: Weko lenkt ein
pld. Der Altstoffhandel soll in Zukunft Altpapier einheitlich abgelten, dazu hat die Wettbewerbskommission (Weko) ihre Einwilligung gegeben. Wie die «NZZ» berichtet, sind die Bedenken gegen die Vereinbarung zwischen Papierbranche sowie Städte- und Gemeindeverband ausgeräumt. Diese Abmachung sieht abgestufte Mindestpreise je nach Menge und Qualität des Sammelguts vor. Ausschlaggebend für die Zustimmung der Weko war die Tatsache, dass die Vereinbarung nur für Randregionen Anwendung finden wird, wo kleine Mengen Altpapier zusammenkommen. In den Städten werden schon heute bessere als die vereinbarten Mindestpreise erzielt, womit kein Kartell vorliegt. (14.11.2005)

 

Precious Woods kauft A. van den Berg
ava. Ende Oktober übernimmt die in der nachhaltigen Forstwirtschaft tätige Firma Precious Woods die niederländische A. van den Berg. Dadurch wird sich der Umsatz von Precious Woods mehr als verdoppeln. Die niederländische Firma A. van den Berg BV ist der langjährige Vertriebspartner von Precious Woods und der grösste Händler mit FSC-zertifiziertem Holz in Europa. Die Mitarbeiter werden zu den bisherigen Bedingungen übernommen. (5.10.2005)

 

«Papier & Umwelt» 3-05 erschienen
pld. Die Ausgabe 3-05 von «Papier&Umwelt» berichtet über die Problematik von Diisopropylnaphtalin (DIPN). Dieser Stoff wird in Durchschlagpapier verwendet und landet somit im Altpapier, später in Recyclingprodukten. Doch die Gesundheitsauswirkungen sind nach aktuellen Kenntnissen klein – empfohlen wird, den Kopierraum gut zu lüften. Weitere Berichte behandeln die Umstellung auf Recyclingpapier in Behörden, das neue Entsorgungskonzept für defekte Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen sowie eine Kritik am boomenden Geschäft mit Wasserspendern. Die Ausgabe «Papier&Umwelt» ist kostenlos erhältlich bei sekretariat@fups.ch. (28.9.2005)

 

Papierfabrik SCA Packaging vor Schliessung
pld. Die Papierfabrik SCA Packaging Argovia, die frühere Widmer-Walty AG, steht vor der Schliessung, betroffen sind 103 Beschäftigte. Der Schwedische Papierkonzern SCA will das Werk bis Ende Jahr aufgeben, meldet die sda. Als letzte Schweizer Papierfabrik produzierte die damalige Widmer-Walty AG das Original ap-Umweltschutzpapier, das ohne Bleichung, Färbung und Deinking produziert wurde. Nach der Übernahme durch SCA im Jahr 1996 konzentrierte sich die Fabrik auf die Produktion von Wellpappenrohpapieren. Die Gründe für die Schliessung seien Überkapazitäten und veraltete Maschinen. Das Wellpappenwerk sowie die zwei weiteren Schweizer SCA-Standorte sind von der Schliessung nicht betroffen. (1.9.2005)

 

FSC kommt zur Migros-Kasse
pld. Die Migros stellt ihre Papier-Tragtaschen schrittweise auf Zellstoff um, der aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt und das FSC-Label (Forest Stewardship Council) trägt. Jährlich 33 Millionen Papiertragtaschen nimmt die Kundschaft des Grossverteilers mit. Deren Produktion benötigt umgerechnet 24'000 Bäume. (11.8.2005)

 

Leuchtstoffröhren kostenlos entsorgen
pld. Seit Anfang August können alte Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren kostenlos im Handel zurückgegeben werden. Damit wird das darin enthaltene Quecksilber von der Kehrichtverbrennung ferngehalten. Rücknahme und Recycling werden durch einen vorgezogenen Recyclingbeitrag (VRB) finanziert. Verantwortlich für das freiwillige System sind die Verbände Stiftung Licht Recycling Schweiz (www.slrs.ch) und Stiftung Entsorgung Schweiz (www.sens.ch). (4.8.2005)

 

Baselland steigt auf RCP um
pld. Der Kanton Basel-Landschaft plant, Ende Jahr in der Verwaltung komplett auf Recyclingpapier umzusteigen. Den Anfang machen die Bau- und Umweltdirektion sowie das Staatsarchiv: Seit Anfang Mai wird Kopierpapier nur noch in Recyclingqualität verwendet. Entscheidet sich die ganze Verwaltung fürs Graue und wird der gesamte Jahresbedarf von 50 Millionen Blatt umgestellt, spart der Kanton jährlich 25'000 Franken. (25.7.2005)

 

Kritischer Papierbericht 2005 liegt vor
pld. Der weltweite Papierkonsum steigt, doch die Produktion von Papier ist alles andere als unproblematisch. Das zeigt der eben veröffentlichte «Kritische Papierbericht 2005». Er nimmt diesen Industriezweig aus deutscher Sicht genauer unter die Lupe und informiert unabhängig, kompetent und aktuell über die ökologischen und sozialen Folgen von Papierproduktion und -verbrauch. Die gedruckte Version ist gegen 7 Euro plus Versand erhältlich beim Autor: jupp.trauth@gmx.de (23.6.2005) Papierbericht 2005

 

Faltblatt zu Umweltlabels
pld. Ein Informationsblatt der Initiative Pro Recyclingpapier stellt die vier derzeit im Handel gebräuchlichen Umweltsiegel für grafische Papiere vor: den Blauen Engel, das EU-Zeichen Euroblume sowie zwei FSC-Labels. Der Wegweiser für den Einkauf grafischer Papiere ist kostenlos erhältlich bei:www.initiative-papier.de (09.6.2005)

 

Landlose gegen Eukalyptus
ava. In der Gemeinde Conceição da Barra im brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo wurde der nationale Tag des Kampfes der Bewegung landloser Landarbeiter (MST) ausgerufen. Die Proteste in vielen Regionen Brasiliens richten sich gegen das Anreiz-System der Regierung, das zum Schaden der Agrarreform den Grossgrundbesitz fördert. Besonders Eukalyptus-Monokulturen, die für die Papierindustrie Zellstoff herstellen, gefährden das Überleben der Bevölkerung. Am 10. April hatten 140 zur MST gehörende Familien die 1150 Hektar grosse Hazienda Sao Joao besetzt. Seit letztem Jahr versuchen sie die Regierung zur Enteignung des Besitzers zu bewegen, um eine ländliche Besiedlung zu ermöglichen und eine weitere Eukalyptus-Plantage zu verhindern. Mehr zum Thema auf www.wrm.org.uy (28.4.2005)

 

Gift aus Durchschlagpapier
rok. Das in Selbstdurchschreibepapieren als Kernlösemittel verwendete Diisopropylnaphtalin (DIPN) kann übers Altpapier in Kartons, Verpackungen oder Recyclingpapieren enthalten sein. Daraus kann es auf die darin verpackten Lebensmittel übergehen, schreibt das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Der Stoff belastet auch Recyclingpapier: Bei der Verwendung solchen Papiers im Laserdrucker wurden sehr hohe DIPN-Emissionen beobachtet. Selbstdurchschreibepapier gehört deshalb in den Kehricht. http://www.laves.niedersachsen.de/master/C6787904_N1222_L20_D0_I826.html (22.4.2005)

 

«Papier&Umwelt» 1-05 erschienen
pld. Der Schwerpunkt der Ausgabe 1-05 von «Papier&Umwelt» befasst sich mit dem Trend, Bäume gentechnisch zu verändern, um den Ertrag zu steigern. Zudem wird eine Papier-Ökobilanz von Coop Schweiz vorgestellt, die zeigt, dass in der Papierfabrikation noch ein gewaltiges Umwelt-Potenzial liegt. Weitere Berichte behandeln Ideen zum ökologischen Büro, Burnout und eine Kritik des wachsenden Papierverbrauchs. Die Ausgabe «Papier&Umwelt» ist kostenlos erhältlich bei sekretariat@fups.ch. (30.3.2005)

 

Morden im Amazonas stoppen
pd. Nach der Ermordung der Nonne Dorothy Stang, welche die Kleinbauern Amazoniens über 30 Jahre lang unterstützte, fordern Umwelt- und Sozialgruppen von Präsident Lula ein Ende der Gewalt. Der Regierungschef versprach Massnahmen gegen Berufskiller, Landraub und Regenwaldzerstörung. Fordern Sie von Präsident Lula, den Worten unverzüglich Taten folgen zu lassen. Auf http://www.regenwald.org sind weitere Informationen und ein Musterbrief zu finden. (8.3.2005)

 

USA: Gentech-Bäume im Vormarsch
pld. Genmanipulierte Bäume sollen schneller wachsen, Schädlinge abwehren oder billiger «Papierholz» produzieren - die Wunschliste ist lang, berichtet der Newsletter «Gentech-News». Doch die Opposition wächst: Bäume werden oft über 100 Jahre alt; sie produzieren grosse Mengen Pollen, die die Fremd-Gene über viele Kilometer hinweg transportieren können - mit unabsehbaren Folgen. Den Original-Artikel finden Sie unter
www.blauen-institut.ch/pg_blu/pm/pma/pm05/pm1062.html. (11.1.2005)

 

Briefprotest gegen Abholzung in Sumatra
pld. Über 300'000 Hektaren Regenwald hat der indonesische Konzern APRIL bereits für seine Zellstoffproduktion vernichtet. Jetzt hat APRIL eine neue Abholz-Konzession beantragt. Betroffen davon wären die letzten tropischen Torfwälder Sumatras. Die deutsche Aktionsgruppe «Rettet den Regenwald e.V.» ruft jetzt zu einer Briefaktion gegen die Abholzerei auf. Der Provinzgouverneur und andere verantwortliche Politiker sollen dazu gebracht werden, die Konzession nicht zu erteilen. Die Dezember-Ausgabe 2004 von «Papier & Umwelt» berichtet ausführlich über die Problematik. Die Zeitschriftnummer kann kostenlos beim FUPS bestellt werden. Einen entsprechenden Protestbrief in Englisch und Deutsch ist zu finden unter
www.regenwald.org. (24.12.2004)

 

Migros: 30 Prozent Aufschlag für FSC-Papier
pld. Die Migros verkauft neu auch Kopierpapier aus FSC-Zellstoff. Dieses wird in der Einführungsphase gleich teuer wie konventionelles Papier verkauft, ab Mitte Januar 2005 jedoch zu 7.50 Franken pro 500 Blatt (konventionelles: 5.80 Franken). Laut der Migros-Pressestelle handelt es sich beim FSC-Papier um feiner gestrichene B-Qualität, während das konventionelle A4-Papier C-Qualität sei. Der Zellstoff stammt aus Schweden (Nadelholz), Brasilien und/oder Portugal (Eukalyptus), wie der Grossverteiler auf Anfrage mitteilt. Auch in Zukunft bietet die Migros Recycling-Kopierpapier an. Geändert hat aber die Preispolitik: Während früher Produkte aus Recyclingpapier pro Einheit mindestens zehn Rappen günstiger waren als das vergleichbare Produkt aus Frischfasern, kosten sie heute gleich viel. Ob ein Aufpreis von fast 30 Prozent beim FSC-Kopierpapier nur aus Umweltgründen goutiert wird, muss sich zeigen. So hat die Migros-Kundschaft andere FSC-Papeterieartikel nicht akzeptiert, obschon sie nur 10 bis 20 Prozent teurer waren: Die sechs Artikel, Blöcke und Couverts, nimmt die Migros per Mitte 2005 aus dem Sortiment. (23.12.2004)

 

«Kritischer Papierbericht» 2004 erschienen
Der «Kritische Papierbericht» 2004 für Deutschland ist erschienen. Die Publikation, 43 Seiten A4, enthält zahlreiche Daten und Grafiken rund ums Papier. Die Broschüre kann bezogen werden beim FUPS (siehe Kontaktformular) oder in Deutschland gegen einen 10 Euro-Schein bei FÖP, Jupp Trauth, Im Dorf 27, D - 56288 Roth bei Kastellaun (15.12.2004)

 

Papierfabrik Horgen nach Slowenien
Wie die «NZZ» Mitte Dezember berichtete, verlagert die Papierfabrik Horgen ihre Produktion von Toiletten- und Reinigungspapier bis 2006 nach Slowenien. Das vorwiegend ausländische Personal von 90 Personen wird seinen Arbeitsplatz verlieren. Ein Sozialplan wird von der Gewerkschaft und der Firma ausgearbeitet. Die Gründe für die Verlegung liegen in den engen räumlichen Verhältnissen, die keinen Ausbau zulassen. Lediglich die Verkaufsabteilung wird in Horgen bleiben. Die Papierfabrik hat mit der slowenischen Partnerin Paloma das Joint Venture Paloma-Horgen GmbH gegründet. Das Industrieareal in Horgen ist für verschiedene Investoren interessant, weil das seenahe Gebiet in Wohnraum umgewandelt werden könnte. (13.12.2004)

 

Trotz Schliessung: Recyclingpapier bleibt sinnvoll!
pd. Heute teilten die Unternehmensleitung der Papierfabrik Zwingen und die Gewerkschaft Syna mit, dass die Papierfabrik Zwingen im Laufental ihre Produktion eingestellt hat. Damit verschwindet die letzte Schweizer Papierfabrik, die grafisches Recyclingpapier herstellte.

Der Förderverein für umweltverträgliche Papiere und Büroökologie Schweiz (FUPS) bedauert diese Schliessung und den damit verbundenen Verlust von 125 Arbeitsplätzen ausserordentlich. Besonders dramatisch für die Schweiz ist zudem die Tatsache, dass ab sofort hierzulande kein grafisches Recyclingpapier aus 100 Prozent Altpapier mehr hergestellt wird. Dieses ökologisch sinnvolle Produkt muss in Zukunft aus dem Ausland eingeführt werden.

Trotzdem empfiehlt der FUPS den Konsumentinnen und Konsumenten, auch weiterhin für den alltäglichen Bürobedarf Kopierpapier und Schreibwaren in Recyclingqualität zu bevorzugen. Denn trotz Import hat Graupapier ökologisch die Nase vorn, ist qualitativ ebenbürtig und meist günstiger. (7.4.2004)

 

Umweltbericht 2003: Recyclingpapier kein Traktandum?
pd. Umweltverträglicher, gleich gut und erst noch billiger, das sind die drei wichtigsten Argumente, die für Recyclingpapier sprechen. Doch die Zahlen mögen noch so eindeutig sein, das graue Umweltpapier hat mit scharfem Gegenwind zu kämpfen. Nicht nur private Auftraggeber setzen je länger je mehr auf blütenweiss. Auch die Bundesverwaltung, einst Bollwerk für das Recyclingpapier, wendet sich davon ab.

 

Bloss noch ein Drittel
Dies belegt der jüngst erschienene Umweltbericht 2003 der Bundesverwaltung. Während im Jahr 1998 noch 51 Prozent des Papiers in Kopierern und Druckern Recyclingqualität aufwies, waren es 2002 gerade noch 37 Prozent. Selbst die AutorInnen des Projekts Ressourcen- und Umweltmanagement der Bundesverwaltung (Rumba) stossen sich an diesen Zahlen: «Dies widerspricht ökonomischen und ökologischen Zielen des Bundes: Das eingesetzte Recyclingpapier kostet den Bund 15 Prozent weniger als Neufaserpapier und vermindert die Umweltbelastung um 75 Prozent! Zudem verursacht Recyclingpapier gemäss Tests nicht mehr Störungen als Neufaserpapier.» Als Reaktion auf die ernüchternde Bilanz startete das federführende Bundesamt für Bauten und Logistik sowie das Bundesarchiv eine neue Informationskampagne, mit der alle Departemente, Bundesstellen und Mitarbeitenden über Fakten und Tipps beim Einsatz von Papier informiert werden. Informieren ist gut, vorschreiben ist besser, meint hingegen die Baselbieter Nationalrätin Maja Graf und forderte in einer Motion, der Bundesrat habe dafür zu sorgen, dass in der gesamten Bundesverwaltung in der Regel Recyclingpapier oder im Fall von Frischfaserpapier FSC-zertifizierte Produkte einzusetzen seien. Der Bundesrat seinerseits beruft sich in seiner Antwort auf die bereits vorhandenen Weisungen zur Verwendung von Recyclingpapier.

 

Glaubwürdigkeit auf dem Spiel
Der FUPS kritisiert diese unnötig large Haltung. Es ist unerklärlich, weshalb sich der Bundesrat dagegen sträubt, die als richtig erachtete Papierwahl auch durchzusetzen. Der FUPS fordert deshalb die Landesregierung auf, ihren Entscheid zu revidieren und Recyclingpapier für obligatorisch zu erklären. An die einzelnen Bundesstellen schliesslich appelliert der FUPS, nicht nur bei Papier für Drucker und Kopiergeräte, sondern auch für Couverts, Drucksachen und Hygienepapier konsequent auf Recyclingpapier zu setzen. Nimmt die Bundesverwaltung ihre Vorbildfunktion in Sachen Umweltschutz und kostengünstige Beschaffung nicht wahr, muss sie sich nicht wundern, wenn ihre Glaubwürdigkeit Schaden nimmt. (6.1.2004)

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