Papierlabels

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Blauer Engel

Der Blaue Engel ist das älteste Umweltzeichen der Welt. Er steht für hohe Vorgaben bei Ökologie, Gesundheitsschutz und Gebrauchstauglichkeit der Produkte. Die Kriterien werden vom Umweltbundesamt unter Beteiligung von Fachleuten regelmässig aktualisiert.  Es gibt vier Blaue Engel-Umweltzeichen für die verschiedenen Produktgruppen Recyclingpapier, Pressepapiere, Recyclingkarton und Hygienepapiere.
Beim Papierkauf bietet allein der Blaue Engel eine Garantie für höchstmöglichen Altpapiereinsatz, maximalen Wald- und Ressourcenschutz sowie strengste Kriterien beim Chemikalieneinsatz.
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FSC

Viele Umweltverbände empfehlen beim Kauf von Bau- und Möbelholz FSC-zertifizierte Produkte, möglichst aus heimischen Wäldern. Denn weltweit kommt das FSC-Siegel dem Anspruch an ökologische und soziale Aspekte bei der Nutzung von Wäldern am nächsten. Doch die regionalen Unterschiede sind teilweise gross, da die FSC-Kriterien für jedes Land spezifisch festgelegt werden. So sind Hölzer aus gefährdeten Tropenwaldregionen grundsätzlich kritisch zu bewerten. Man sollte sich deshalb genau erkundigen, woher zum Beispiel FSC-zertifizierte Gartenmöbel stammen, und im Zweifelsfall bei einem Umweltverband nachfragen.

Im Papierbereich fällt die Empfehlung bezüglich FSC anders aus als bei Holzprodukten:

  • Auf dem Markt sind überwiegend FSC Mix-Papiere. «Mix» besagt, dass mindestens 70 Prozent der Fasern aus FSC-Holz und/oder Altpapier stammen, der Rest muss nicht zertifiziert sein. In aller Regel handelt es sich dabei um reine Primärfaserpapiere ohne Altpapieranteile. Entsprechend hoch sind Energie- und Wasserverbrauch, CO2-Ausstoss, Chemikalieneinsatz und Abwasserbelastung.
  • Diese FSC-Primärfaserpapiere verringern den Druck auf die Wälder nur unwesentlich, da dieselbe Menge Holz verbraucht wird. Nur die Wahl von Recyclingpapier bewirkt deshalb echten Waldschutz.
  • Zwar gibt es auch einige Papiere mit dem FSC Recycling-Label. Doch diese erfüllen nicht die strengen Anforderungen des Blauen Engels, beispielsweise zum Mindestanteil niedriger Altpapiersorten oder zum Einsatz von Chemikalien. Sie sollten nur gewählt werden, wenn für die gewünschte Anwendung kein Papier mit dem Blauen Engel zur Verfügung steht. In der Schweiz sind Papiere auf dem Markt,die sowohl den Blauen Engel als auch das FSC Recycling-Label tragen; diese sind natürlich zu empfehlen.

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PEFC

Das Label Programme for the Endorsement of Forest Certification (PEFC) entstand als Reaktion von Waldbesitzern und Forstindustrie auf den Erfolg des FSC. Die Kriterien in den verschiedenen nationalen Standards bewegen sich in der Regel auf dem Niveau der guten Forstpraxis, die im jeweiligen Land üblich ist. Für die Schweiz wurden die nationalen Kriterien für die Waldbewirtschaftung nach FSC und PEFC unter der Leitung des BAFU entwickelt; die beiden Kriterienkataloge sind identisch. Schweizer PEFC-Holz entspricht also den gleichen Kriterien wie Schweizer FSC-Holz. Papiere mit dem PEFC-Logo werden in aller Regel ohne Altpapier hergestellt. Zwar gibt es auch ein PEFC Recycling-Siegel, doch dieses hat keine Marktrelevanz.
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FSC contra PEFC (PDF)

EU-Blume und Nordischer Schwan Beide Zeichen erfüllen die Anforderungen an eine nachhaltige Forstwirtschaft gemäss Ecopaper nicht ausreichend. Der Anteil nicht-zertifizierter Fasern darf sogar aus Primärwäldern stammen. Damit bieten die Siegel nur einen geringen Mehrwert gegenüber Papieren ohne Zertifizierung.
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