Kategorie: Aktuelles

Neuer Kurs «Kirchliches Umweltmanagement Grüner Güggel»

45 Personen haben sich im vergangenen Jahr zu «Kirchlichen Umweltberatenden» ausgebildet. Nun bietet die Fachstelle oeku den Lehrgang erneut für Personen an, die ihre Kirchgemeinde zum Umweltlabel Grüner Güggel führen wollen. Das Umweltzertifikat Grüner Güggel hat sich als gutes Instrument erwiesen, um Kirchgemeinden bei der Umweltarbeit zu unterstützen. Es hilft durch ein standardisiertes Vorgehen bei der Erarbeitung eines Umweltmanagementsystems (UMS). Und es erleichtert die Umwelt-Kommunikation der Kirchgemeinde nach innen und nach aussen. Im neuen Kurs, der im Oktober 2021 beginnt, besuchen die Teilnehmenden sechs zertifizierte Kirchgemeinden in der ganzen Deutschschweiz.

Infos und Anmeldung: www.oeku.ch

Neuer «Ratgeber Papier – Wald und Klima schützen»

Trotz Digitalisierung verbrauchen wir viel Papier. Gerade im Hygiene- und Verpackungsbereich nimmt der Konsum stark zu. Der neue «Ratgeber Papier – Wald und Klima schützen» des Vereins Ecopaper zeigt auf, wie Private und Firmen ihren Umgang mit Papier nachhaltiger gestalten können.

Die zwei Botschaften des Ratgebers lauten: Wo es möglich ist, soll der Papierverbrauch reduziert werden, sei dies durch digitales Arbeiten, doppelseitiges Ausdrucken oder den Verzicht auf unerwünschte Werbung. Wer Papier kauft, soll konsequent auf solches aus Recyclingfasern setzen. Damit schützt man die weltweiten Wälder und das Klima. Hier geht’s zum Ratgeber.

Bezug: Die deutsche Ausgabe ist gedruckt kostenlos erhältlich bei: Ecopaper, Postfach 817, 3000 Bern 8, info@ecopaper.ch, T 031 313 34 50

Darüber hinaus ist die Publikation unter ecopaper.ch in allen drei Landessprachen digital verfügbar.

Deklarationsverstoss – doch IKEA bleibt verschont

Trotz wiederholter Verstösse gegen die gesetzliche Holzdeklarationspflicht bleibt das schwedische Möbelunternehmen IKEA erneut straffrei. Als Grund für die Verfahrenseinstellung verweist das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) auf die von IKEA eingeleiteten Massnahmen zur Wiederherstellung von Transparenz in der Holzdeklaration. Für Lukas Straumann, Geschäftsführer des Bruno Manser Fonds, ist der Entscheid unbegreiflich. Denn IKEA habe die Deklarationspflicht wiederholt missachtet, um Kosten zu sparen und lediglich versprochen, sich in Zukunft an die Gesetze zu halten. Es sei für ihn befremdlich, dass dieses Verhalten nicht mit der gesetzlich vorgesehenen Busse geahndet werde. Der Bruno Manser Fonds fordert mehr Transparenz im Holzhandel und einen Verkaufsstopp für Holzprodukte aus nicht nachhaltiger und illegaler Produktion.

Holz: Zwei Drittel deklarieren falsch

In seinem Bericht 2020 zur Holzdeklarationspflicht präsentiert das Eidgenössische Büro für Konsumentenfragen (BFK) ein schlechtes Ergebnis: Nur knapp ein Drittel der 120 kontrollierten Unternehmen haben das Holz korrekt deklariert. Ein weiteres Drittel ist seiner Pflicht zumindest mehrheitlich korrekt nachgekommen. Der Rest der kontrollierten Unternehmen hat laut den Ergebnissen des BFK nicht ein einziges ihrer Produkte vollständig und korrekt deklariert. Gegen zwei von ihnen wurde ein verwaltungsstrafrechtliches Verfahren wegen Verletzung der Holzdeklarationspflicht eröffnet – das ist eine Premiere. Die Strafverfahren sind noch im Gang.

Holzhandelsverordnung: Neue Pflichten für Handel

Der Bundesrat hat das revidierte Umweltschutzgesetz zum Verbot des Handels von illegal geschlagenem Holz und den daraus gefertigten Produkten auf den 1. Januar 2022 in Kraft gesetzt, ebenso die Holzhandelsverordnung (HHV). Mit der HHV schafft die Schweiz eine gleichwertige Regelung zu derjenigen in der Europäischen Union (EU; EUTR 995/2010). Kern der Verordnung ist eine neue Sorgfaltspflicht für jene, die Holz und Holzerzeugnisse erstmals in Verkehr bringen: Sie müssen nachweisen können, dass sie Risiken im Zusammenhang mit der Illegalität systematisch bewertet und, wo vorhanden, auf ein vernachlässigbares Mass reduziert haben. Händler müssen die Rückverfolgbarkeit der Produkte sicherstellen. Ziel ist es, dass kein Holz und keine Holzerzeugnisse in Verkehr gebracht werden, die illegal geschlagen oder gehandelt wurden.

Podcasts zu Recyclingpapier

Papier gehört zu den wichtigsten Erfindungen der Menschheit. Doch welche Relevanz hat Papier noch im Zeitalter der Digitalisierung? Wie entwickelt sich der Papierverbrauch? Was bedeutet ein nachhaltiger Umgang mit Papier? Diesen und weiteren Fragen geht der PapierPodcast nach. Mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft diskutiert die deutsche Initiative Pro Recyclingpapier(IPR) aktuelle Entwicklungen und zeigt Perspektiven auf, die für die Verwendung von Papier zukünftig relevant sind. Der PapierPodcast ist auf Spotify, Apple Podcasts, Soundcloud, Google Podcasts und Deezer verfügbar.

Link

Blauer Engel mit neue Produktegruppen

Seit 1978 steht der «Blauer Engel» für besonders umweltschonende Produkte und Dienstleistungen verschiedenster Produktegruppen. Das deutsche Nachhaltigkeitslabel mit grenzübergreifendem Bekanntheitsgrad nimmt neu vier weitere Produktegruppen in sein Repertoire auf. So werden seit Dezember 2020 Papiertaschen aus Recyclingpapier mit dem Umweltsymbol ausgezeichnet. Für einzelne bestehende Produktegruppen sind die Kriterien der Labelvergabe ausserdem durch eine soziale Komponente erweitert worden. So ziehen die Fachleute etwa bei der Fertigung einiger Druckgeräte bestimmte Sozialkriterien heran.

Hier gibt’s mehr Informationen

Hakle-Werk gerettet

Im November 2020 informierte der Sanitärpapierhersteller Kimberly-Clark, das Werk Niederbipp per Frühling 2021 aufzugeben. Nun hat die als Tela bekannte Hakle-Papierfabrik eine Käuferin gefunden und wird auch künftig Hygienepapier produzieren: Die Unternehmerfamilie Queck ist bereits Inhaberin mehrerer Papierfabriken wie beispielsweise der Cartaseta AG im solothurnischen Gretzenbach, der Fripa Papierfabrik Albert Friedrich KG im deutschen Miltenberg und der Fabryka Papieru Czerwonak im polnischen Czerwonak. Die Firma kann auf jahrzehntelange Erfahrung in der Branche zurückgreifen. Die Übernahme des Werks könne den Standort und die Arbeitsplätze sichern, teilen die Käufer mit. Betriebliche Anpassungen seien jedoch nötig, um die Konkurrenzfähigkeit des Werks zu erhalten und fördern.

Tagung zu Umweltjobs

Die Wirtschafts- und Arbeitswelten sind im Umbruch. In der Umweltwirtschaft entstehen neue Perspektiven, gewisse Märkte boomen. Immer mehr Menschen möchten ihrer Berufstätigkeit mehr Sinn geben. Suchen Sie den Ein- oder Umstieg in die Umweltwirtschaft, wissen aber nicht genau, welche Möglichkeiten es gibt? Antworten auf alle Fragen rund um den Ein- oder Umstieg in eine Branche im Aufwind gibt es am 19. Januar 2021 (von 9 bis 12 Uhr, Online via Zoom).

Anmeldung: umweltprofis.ch/events

Sappi gibt sich grün

Die Papierbranche steht unter Druck, ihre klimarelevanten Emissionen zu senken. Nun kündigt der Weltkonzern Sappi an, im Werk Gratkorn im österreichischen Bundesland Steiermark von Kohle auf erneuerbare Energien zu wechseln. Verfeuert werden dürften vor allem Rinde und Restholz aus der Zellstofferzeugung. In Gratkorn werden jährlich 980’000 Tonnen mehrfach gestrichenes Papier produziert – die Menge entspricht fast der kompletten Schweizer Papierproduktion. Die Investition soll den CO2-Ausstoss um 30 Prozent senken. Bis 2025 will Sappi in allen europäischen Werken seine Klimabelastung um einen Viertel reduzieren. Erstaunlich ist, dass bis anhin überhaupt noch die besonders klimaschädliche Kohle eingesetzt wird.