Sappi gibt sich grün

Die Papierbranche steht unter Druck, ihre klimarelevanten Emissionen zu senken. Nun kündigt der Weltkonzern Sappi an, im Werk Gratkorn im österreichischen Bundesland Steiermark von Kohle auf erneuerbare Energien zu wechseln. Verfeuert werden dürften vor allem Rinde und Restholz aus der Zellstofferzeugung. In Gratkorn werden jährlich 980’000 Tonnen mehrfach gestrichenes Papier produziert – die Menge entspricht fast der kompletten Schweizer Papierproduktion. Die Investition soll den CO2-Ausstoss um 30 Prozent senken. Bis 2025 will Sappi in allen europäischen Werken seine Klimabelastung um einen Viertel reduzieren. Erstaunlich ist, dass bis anhin überhaupt noch die besonders klimaschädliche Kohle eingesetzt wird.