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Neuer Leitfaden für den Papierwechsel

pd. Umsteigen auf Recyclingpapier ist keine Hexerei. Doch häufig fehlt eine Anleitung, wie man schrittweise seine Papierbeschaffung ökologisiert und dabei auch Kosten spart. Zudem gilt es, altbekannte Vorurteile zu entkräften. Der neue Leitfaden «Umsteigen, bitte!» von Ecopaper will dazu motivieren, jetzt den Wechsel vorzunehmen. Ziel des Hilfsmittels ist es, dass mehr Gemeinden, Firmen und Private den wichtigen Schritt zu Recyclingpapier machen.

Umsteigen_bitte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ecopaper präsentiert Papierrechner

Ein neues Online-Tool von Ecopaper macht es jetzt noch einfacher, mit guten Gründen für den Wechsel auf Recyclingpapier zu werben. Der Nachhaltigkeitsrechner von Ecopaper basiert auf den aktuellsten verfügbaren Zahlen, jenen des ecoinvent-Inventars (econinvent 3.3), wo Daten von real existierenden Papieren hinterlegt sind. Ob der Verbrauch von Holz, Energie oder Wasser, immer schneidet Recyclingpapier besser ab als Neufaserpapier. Der Nachhaltigkeitsrechner fasst die Umweltbelastung in einem Punktesystem zusammen, das in der Schweiz bei der Kommunikation von Ökobilanzen seit Jahren gut eingeführt ist, die sogenannten Umweltbelastungspunkte (UBP). Diese aggregierte Form zeigt, dass die Produktion von einem Pack Standard-Büropapier mit 500 Blatt aus Neufasern 9051 UBP verursacht. Wählt man stattdessen Recyclingpapier, sind es bloss 2926 UBP – eine Umweltbelastung von nur einem Drittel. Die Ergebnisse werden anhand von ansprechenden Diagrammen dargestellt.

www.papierrechner.ch

Mekong-Wald gefährdet

Weniger als zwei Drittel der ursprünglichen Wälder in den Greater Mekong-Ländern sind noch da. In einem kürzlich veröffentlichten Bericht zeigt sich der WWF alarmiert und fordert zum sofortigen Handeln auf. Denn ein gesamtes Ökosystem und damit die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen ist durch die Abholzung der Wälder gefährdet. Derzeit gefährden die landwirtschaftliche Expansion, Kautschukplantagen, legaler und illegaler Holzeinschlag und der Bau von Strassen, Staudämmen und anderen Infrastrukturanlagen die Wälder. Das Ergebnis ist eine krasse Verringerung der Artenvielfalt und zerstörte Lebensräume für Mensch, Tier und Pflanzen. In den letzten 20 Jahren wurden in den Mekong-Wäldern über 2200 neue Arten von Wirbeltieren und Pflanzen entdeckt.

Hier geht’s zum Bericht

Nachhaltig bauen mit Holz

Die Koordinationskonferenz der Bau- und Liegenschaftsorgane der öffentlichen Bauherren (KBOB) führt gemeinsam mit Lignum Holzwirtschaft Schweiz an verschiedenen Orten das Praxisseminar «Nachhaltig Bauen mit Holz» durch. Die KursteilnehmerInnen erfahren, was architektonisch, technisch und rechtlich mit Holz alles möglich ist. Zudem lernen sie praxisbezogene Hilfsmittel, Leitfäden und Tools kennen, die sie bei ihrer Arbeit unterstützen.

Nächste Veranstaltungen:

13. Juni, Eiken

21. Juni, Gossau

5. Juli, Ostermundigen

Mehr Infos unter: www.kbob.ch

Faktenblätter für Wertstoffsammlung

Die Faktenblätter von Swiss Recycling geben Antworten auf Fragen rund um die Wertstoffsammlung und das Recycling. Wesentliche Themen der Separatsammlung werden erklärt und erläutert. Zwei Dutzend Blätter enthalten Informationen zu spezifischen Fraktionen sowie zu allgemeinen Themen wie Kreislaufwirtschaft, Zero Waste oder das öffentliche Beschaffungswesen.

Hier geht’s zu den Faktenblättern

 

Greenpeace verlässt FSC

Greenpeace International beendet nach 25 Jahren seine Mitgliedschaft beim Waldzertifizierungssystem Forest Stewardship Council (FSC). FSC sei es bisher nicht gelungen, «den bestmöglichen Schutz der Wälder für Menschen, Biodiversität und Klima zu garantieren», fasst Greenpeace-Waldexperte Christoph Thies die Gründe zusammen. Greenpeace könne nicht mehr mit seinem Namen für alles stehen, was FSC mache. Insbesondere gehe es um den – auch noch so geringen – Anteil FSC-Holz aus industriellem Urwaldeinschlag. Trotzdem gehe man nicht als Gegner und werde auch in Zukunft die Kooperation mit FSC suchen, so Thies: «Für Holz- und Papierprodukte aus Sekundärwäldern ist das FSC-Siegel international immer noch das Beste, was zur Verfügung steht.»

Hier geht’s zum Artikel.

 

Weltweite Waldzerstörung nimmt zu

Die massive globale Waldzerstörung ist eine grosse Bedrohung für die Artenvielfalt, den Klimaschutz und die Menschheit. Darauf macht der WWF in seinem aktuellen Waldbericht «Die schwindenden Wälder der Welt» aufmerksam. Laut dem Report ist seit 1990 58 Mal die Fläche der Schweiz an Naturwald verloren gegangen. Der WWF betont, dass auch hierzulande noch viel zu tun sei: So müsse beispielsweise die Europäische Holzhandelsverordnung, die den Import illegalen Holzes in die EU verhindern soll, auch in der Schweiz endlich eingeführt werden. Ergänzend dazu soll bei uns die bewährte Deklarationspflicht für Holz und Holzprodukte aufrecht erhalten bleiben. Denn diese bietet die notwendige Grundlage für den informierten Kaufentscheid von Holz und Holzprodukten.

wwf.ch/waldbericht

Holzdeklaration mit vielen Mängeln

Die Holzdeklaration wird schlecht eingehalten, wie das Eidgenössische Büro für Konsumentenfragen (BFK) Anfang 2018 mitgeteilt hat. Wie schon 2016 wurde auch 2017 der Kontrollfokus auf Unternehmen gelegt, die ihre Ware nicht richtig deklarierten. Von 120 Kontrollen waren nur ein Sechstel richtig gekennzeichnet. Nun erwartet das BFK, dass Unternehmen, welche die Anforderungen der Deklaration nicht richtig eingehalten haben, nach geeigneten Massnahmen zu Besserung suchen. Den Firmen wurden Fristen gesetzt, in denen sie die korrekte Umsetzung der Deklaration sicherstellen müssen.

 

Weitere Infos finden Sie hier.

«Blauer Engel» für Einwegwindeln

Allein in Deutschland werden täglich etwa zehn Millionen Einwegwindeln weggeworfen. Jährlich fallen in Deutschland 154’680 Tonnen Windelabfall an. Erstmals zeichnet nun die deutsche Jury Umweltzeichen Einwegwindeln mit dem Label «Blauer Engel» aus. Die Kriterien für den «Blauen Engel» besagen unter anderem, dass der Zellstoff nur aus ausschliesslich nachweislich nachhaltig wirtschaftenden Betrieben stammen darf. Zudem gelten strenge Anforderungen für alle in der Windel enthaltenen Materialien.

Weitere Informationen unter:

www.umweltbundesamt.de/themen/umweltzeichen-blauer-engel-neue-kriterien-fuer

Tagung zu nachhaltiger Beschaffung

Für 40 Milliarden Franken beschaffen Bund, Kantone und Gemeinden jährlich Güter und Dienstleistungen. Wird dieser Bedarf verstärkt nach nachhaltigen Kriterien eingekauft, fördert dies die Innovation. Die öffentliche Hand kommt damit auch ihrer Vorbildfunktion nach. Eine Fachtagung am 19. Januar 2018 von PUSCH zeigt, wie eine nachhaltige Beschaffung im Rahmen des geltenden Vergaberechts und unter Wahrung des Wirtschaftlichkeitsprinzips funktionieren kann.

www.pusch.ch

Netzwerken für nachhaltige Beschaffung

Der Verein Ecopaper hat mit einem Informationsstand Ende November 2017 an der Veranstaltung «öffentliche Beschaffung» in Bern teilgenommen. Das Netzwerktreffen wurde vom Kompetenzverbund für die lokale Nachhaltige Entwicklung des Kantons Bern organisiert und hat gezeigt, wie wichtig der Informationsaustausch im Bereich nachhaltige Beschaffung ist.