Autor: ecopaper

Holzdeklaration liegt im Argen

Holzherkunft und Holzart, diese beiden Angaben müssen in der Schweiz auf Holzprodukten deklariert sein. Doch die Umsetzung ist miserabel: Bloss jedes dritte 2016 geprüfte Unternehmen deklarierte seine Produkte vollständig korrekt. Ganz schlecht schnitten jene 22 Prozent der Unternehmen ab, bei denen sowohl die deklarierte Holzart als auch die Holzherkunft beanstandet werden musste. Das Eidgenössische Büro für Konsumentenfragen, das die Kontrolle bei 120 Unternehmen publizierte, erklärt sich das schlechte Resultat daraus, dass man den Fokus auf Unternehmen «mit erfahrungsgemäss erhöhtem Risiko einer inkorrekten Deklaration» gelegt habe.

Mehr Infos finden sie hier: Holzdeklaration

 

Bank wirbt für Recyclingpapier

Sich umweltbewusst verhalten und darüber reden, das tut die deutsche Postbank: Ab Ende 2016 werden ihre Finanzcenter beim Versand von Briefumschlägen und Versandtaschen mit einer Beilage darauf hinweisen, dass die Produkte aus Recyclingpapier hergestellt sind. Die Kundschaft wird so auf die ökologischen Einspareffekte aufmerksam gemacht – und motiviert, selbst Produkte aus Blauer-Engel-Papier zu verwenden.
www.papiernetz.de

BAFU will Recyclingpapier

pd. Will eine Behörde für ihre Kommunikation eine bestimmte Papierqualität, hat sie selbst bei einer GATT/WTO-Ausschreibung die Möglichkeit, diese zu verlangen. Das zeigt die aktuell laufende Ausschreibung des Bundesamts für Umwelt (BAFU). Im technischen Beschrieb der Ausschreibung für den Druck der BAFU-Zeitschrift «Umwelt», die viermal jährlich in einer Auflage von 65’000 Exemplaren erscheint, wird explizit das Papier Refutura verlangt, das mit dem Blauen Engel ausgezeichnet ist. Die Geschäftsstelle von Ecopaper hatte übrigens das BAFU unterstützt, als das Bundesamt vor einigen Jahren das Papier neu evaluiert hatte.

Vereinfachte Webadresse für die Holzdeklaration

Die Verordnung über die Deklaration von Holz und Holzprodukten schreibt vor, dass es den Konsumentinnen und Konsumenten möglich sein muss, den wissenschaftlichen Namen des von ihnen erworbenen Holzes zu ermitteln. Sehr viele Unternehmen erfüllen diese Pflicht, indem sie auf die vom Büro für Konsumentenfragen zur Verfügung gestellte Holzdatenbank verweisen. Neu ist diese Holzdatenbank über eine vereinfachte Internetadresse erreichbar:

www.holzdatenbank.ch

Studis wollen Recyclingpapier

Nicht nur in Büros, auch an Schulen und Universitäten ist Papier allgegenwärtig – und wird im Handumdrehen zu Altpapier. Entsprechend wichtig wäre es, konsequent Recyclingpapier zu verwenden. Eine Umfrage aus Deutschland zeigt nun, dass Studierende sehr offen für Recyclingpapier sind: Über 80 Prozent wünschen sich die ökologisch beste Papiervariante. Allerdings weiss fast die Hälfte nicht, ob tatsächlich Recyclingpapier verwendet wird. Ecopaper empfiehlt: Fragen Sie bei Ihrer Uni nach und fordern Sie, dass auf Recyclingpapier umgestellt wird.

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www.papieratlas.de

Kritischer TV-Beitrag zum Papierverbrauch

pd. Jeder zweite Baum, der weltweit industriell gefällt wird, landet in der Papierverarbeitung. Die Sendung «Faszination Wissen» des Bayrischen Rundfunks setzt sich mit der globalen Papierverschwendung und den ökologischen Folgen auseinander, aber auch mit Möglichkeiten, den Papierverbrauch zu reduzieren. Im Film wird ausführlich die «Ecopaper»-Autorin Evelyn Schönheit zitiert, Papierexpertin aus Hamburg und Mitglied des «Forums Ökologie und Papier», mit dem Ecopaper regelmässig zusammenarbeitet.

Hier sehen sie den Beitrag.

 

Neuer Leitfaden für den Papierwechsel

pd. Umsteigen auf Recyclingpapier ist keine Hexerei. Doch häufig fehlt eine Anleitung, wie man schrittweise seine Papierbeschaffung ökologisiert und dabei auch Kosten spart. Zudem gilt es, altbekannte Vorurteile zu entkräften. Der neue Leitfaden «Umsteigen, bitte!» von Ecopaper will dazu motivieren, jetzt den Wechsel vorzunehmen. Ziel des Hilfsmittels ist es, dass mehr Gemeinden, Firmen und Private den wichtigen Schritt zu Recyclingpapier machen.

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Grüner Güggel landet in Köniz

Am Donnerstag, 31. März 2016, hat die erste Kirchgemeinde im Kanton Bern die Prüfung ihres Umweltmanagementsystems durch einen externen Umweltgutachter bestanden. Die Feier mit der offiziellen Zertifizierung fand am 1. Mai 2016 im Rahmen eines Gemeindefestes statt.
Grosses Lob und viel Anerkennung von Dietmar M. Cords, dem kirchlichen Umweltrevisoren aus Wangen im Allgäu: Die umfassenden Unterlagen sind komplett, der Umweltbericht der Kirchgemeinde stellt die umweltrelevanten Tätigkeiten der Kirchgemeinde verlässlich dar und bei der Begehung der Gebäude konnten die Verbesserungen glaubhaft dargestellt werden. Für das Umweltteam der katholischen Kirchgemeinde und Pfarrei St. Josef Köniz ist das fachmännische Gutachten eine grosse Genugtuung: Der vor sieben Jahren eingeschlagene Weg ist heute professionell beurteilt und gewürdigt worden. Die Einsparungen beim Energieverbrauch und die Massnahmen bei der Umgebungsgestaltung dürfen sich sehen lassen.

FUPS heisst neu Ecopaper

pd. Die Mitgliederversammlung vom 24. Februar beschloss einstimmig, den Förderverein für umweltverträgliche Papiere und Büroökologie Schweiz (FUPS) in Ecopaper umzubenennen. Auch die Zeitschrift wird in Zukunft unter diesem Namen erscheinen. Damit sollen sich die Ziele des Vereins im Namen spiegeln und die Kommunikation der Anliegen einfacher werden. Als weitere Neuerung wird die Zeitschrift ab der Märzausgabe in neuem Layout und vierfarbig erscheinen.

Ständerat für nachhaltiges Holz

Baut oder verwendet der Bund Holz, muss er nach Möglichkeit die Verwendung von nachhaltig produziertem Holz fördern. Dieser Meinung ist der Ständerat. Demgegenüber will der Nationalrat, dass in öffentlichen und subventionierten Bauten – also auch in Projekten der Kantone und der Gemeinden – Schweizer Holz verwendet wird. Mit der Fassung des Ständerats werde das Diskriminierungsverbot im WTO-Recht nicht tangiert, argumentierte die Mehrheit. Aufgrund dieser und weiterer Differenzen im Waldgesetz geht die Vorlage zurück in den Nationalrat.